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Wolfgang Heller
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Die Basis - Erasmus Offenbach
Unterricht bei Erasmus-Offenbach
 

800 Tage Grundschule

Ein Schuljahr ist je nach Ablauf zwischen 40 und 42 Wochen lang. Das heißt: Es stehen uns jährlich etwa 200 Unterrichtstage zur Verfügung. Auf die Grundschulzeit hochgerechnet sind das etwa 800 Unterrichtstage.

 

Für unsere Unterrichtsplanung dürfen wir aber nicht mit 200 Unterrichtstagen je Jahr rechnen. Für Unterrichtsausfall und diverse Projekte müssen wir heute schon einmal 10% = 20 Tage abziehen. 

 

De fakto heißt das: Wir müssen unsere Unterrichtsziele in 180 Tagen = 36 Wochen erreichen. Unser Lernplan muss also auf 32-36 Wochen angelegt sein, damit wir ihn auch erfüllen können.

 

Eine persönliche Anmerkung: Als ich 1969 als junger Lehrer in die Schule kam, standen mir 40 x 6 Tage = 240 Unterrichtstage zur Verfügung, von denen so gut wie keiner ausfiel. Realistisch betrachtet stehen uns heute in der Grundschule also 60 Tage weniger zur Verfügung. Das sind 25%. 

 

 

Schule übers Jahr betrachtet ...

 

So ein Schuljahr mit 200 Schultagen ist keine homogene Zeit. Keine Unterrichtswoche ist wie die andere, kein Unterrichtstag wie der andere. Die Unterrichtswochen und Unterrichtstage sind übers Jahr betrachtet unterschiedlich wertig.

 

Ich teile das Schuljahr deshalb gerne in 3 'Trimester' mit jeweils 12- 14 Wochen ein.

 

  • Das 1. Trimester geht von Schuljahresbeginn bis Weihnachten. Mit einer kurzen Herbstpause ist es die beste (lernfreundlichste)  Zeit des Schuljahres. Die Schüler kommen erholt aus den Ferien, können in den Herbstferien noch einmal verschnaufen, um dann bis Mitte Dezember durchzulernen.
    Auf Hessisch: In der Zeit wird am meisten geschafft.
  • Das 2. Trimester geht von Weihnachten bis zu den Osterferien. Es ist eigentlich auch eine gute Zeit zum Lernen. 4 der 12 Wochen sind aber durch die Zeugniszeit von Mitte bis Ende Januar und durch die Faschingswoche im Februar hinsichtlich der Lern-Efizienz beeinträchtigt. Die verbleibenden Wochen sind gut zum Lernen geeignet.
  • Zum 3. Trimester , also zu Ostern, sollten alle wichtigen Lernziele erreicht sein. Die Zeit zwischen Ostern und den Sommerferien ist eingeschränkt durch Brückentage, Wanderungen, evtl Klassenfahrten und diverse Projekte. Die Lernwochen des 3. Trimesters sollten deshalb für isoliertere Lernziele, zur Wiederholung, Festigung und zu Übung und Transfer genutzt werden.

 

Wer das im Auge behält, kommt gut durchs Schuljahr !

 

 

200 Deutschstunden und 200 Mathestunden je Schuljahr

 

40 Schulwochen bedeuten 40 x 5 = 200 Deutschstunden, 40 x 5 Mathestunden, 40 x 4= 200 Mathestunden und 40 x 2 bis 4 Stunden Sachunterricht. Für Mathematik stehen also rund 200 Unterrichtsstunden zur Verfügung. Ebenso für Deutsch. In diesen 200 Stunden müssen die Lernziele bzw. Kompetenzen erreicht werden. 

 

Ein präziser Jahresplan ist einer der Schlüssel zum Erfolg

 

Als mein erster Rektor mir 1969 im tief verschneiten Hohen Westerwald eine 4. Klasse zur Mitte des Schuljahres anvertraute, tat er dies mit den Worten: Ich erwarte von Dir, dass du diese Klasse erfolgreich auf's Ende der Grundchulzeit und den Übergang zu den weiterführenden Schulen vorbereitest.

 

Mit dieser Erwartung im Rücken, setzte ich mich damals an meine alte Schreibmaschine und tippte einen präzisen Plan für die 2. Schuljahreshälfte, in dem alle wichtigen Lernziele Woche für Woche in chronologischer Reihenfolge aufgelistet waren. Nach diesem Plan unterrichtete ich. 

 

In so einem Jahresplan ist es ganz wichtig, die Lernziele nach pädagogisch-didaktischen Prinzipien aufzureihen und mit ausreichender Zeit zu versehen. So wenig, wie man ein Pferd von hinten aufzäumt, kann man z.B. auch in der Mathematik die Addition von Hunderterzahlen nicht vor der Addition von Zehnerzahlen behandeln.

 

Das aufbauende Prinzip ist für den Unterrichtserfolg elementar wichtig und muss bis ins kleinste Detail verfolgt werden.