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Wolfgang Heller
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Dikate für die Klasse 4

Manuskript Diktate Klasse 4
diktate-klasse-4.pdf
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Kurze Gebrauchsanweisung

 

Für die Zeit, bis die neuen Diktat-Hefte fertig sind, habe ich euch schon mal eine ganze Reihe Diktat-Texte hier eingestellt.

 

So geht ihr mit den Texten um:

 

  1. Zuerst lest ihr sie gründlich. Ihr lest sie so lange bzw. so oft, bis ihr den Text ohne auch nur ein Hakeln lesen könnt. Damit trainiert ihr Lesefertigkeit und Rechtschreibung,.
  2. Dabei prägen sich euch die Wörter und ihre Schreibweise schon zu einem Teil ein.
  3. Dann schreibt ihr den Text fehlerfrei ab. 
  4. Ihr markiert euch in der Abschrift die Wörter, die ihr noch nicht sicher schreiben könnt.
  5. Die einfachen und die schon bekannten Wörter könnt ihr übergehen. Die sind schon verfügbar. Unser Augenmerk richtet sich auf Wörter, die noch nicht sicher verfügbar sind.
  6. Wir buchstabieren sie sorgfältig.
  7. Wir buchstabieren sie und schreiben sie dabei in ein Heft oder auf einen Block.
  8. Wir schreiben sie, ohne auf die Vorlage zu sehen.
  9. Können wir das Wort jetzt schreiben, schlafen wir erst einmal darüber. Im Schlaf festigt sich das Gelernte.
  10. Am nächsten Tag frischen wir das gelernte Wort noch einmal auf. Dann müsste es gespeichert sein.
  11. Wenn nicht, heißt es noch einmal üben.

Wenn es dann nicht gespeichert ist, solltet ihr darüber nachdenken, ob ihr gründlich genug gelernt habt.

 

Draußen im Wald 1

 

Heute unternimmt die Klasse 4 b einen Ausflug in den Wald. Die Kinder haben sich feste Schuhe angezogen. In ihren Rucksäcken stecken die Frühstücksdosen, die Getränkeflaschen und die regensicheren Jacken.

 

Frau Zehntner zählt nach, ob alle Kinder da sind. Dann geht sie los. Die Kinder folgen ihr zwei und zwei. Am Ende der Gruppe sorgt die Praktikantin dafür, dass kein Kind verloren geht.

 

Ein langer schmaler Weg führt hinter der Stadt in den Wald. Eine Schranke verhindert, dass hier Autos fahren können. Hinter der Schranke dürfen die Kinder frei gehen. Sie müssen nur zwischen ihrer Lehrerin und der Praktikantin bleiben.

 

 

Draußen im Wald 2

 

Am Ende des langen Weges wartet der Förster. Sein Hund  begrüßt die Kinder mit einem freudigen Bellen. Förster Dehn trägt feste Schuhe, graue Jeans und einen grünen Pullover.

 

Ein Gewehr hat er heute nicht dabei. Er will ja nicht jagen, sondern die Kinder der Klasse 4 b durch den Wald führen.

 

Deshalb hat er nur seinen Tablet-Computer und ein Fernglas dabei. Nach der Begrüßung gehen sie los. Vor einem mächtigen Baum mit breiter Krone und dickem Stamm halten sie an.

 

„Das ist eine Eiche!“ ruft Lino. „Die Eiche erkennt man an ihren Blättern, an den Eicheln und an der rauen Rinde.“

Förster Dehn ist erstaunt: “Du kennst dich aber gut aus.“

 

 

Draußen im Wald 3

 

Ja, Lino kennt sich gut im Wald aus. Er geht gerne mit seinem Großvater in den Wald, wenn der draußen Holz für den Kaminofen holt. Dort zeigt ihm sein Großvater, welche Bäume es im Wald gibt und woran man sie erkennt: Eichen, Buchen, Fichten, Tannen, Kiefern, Lärchen, Birken und noch viele andere.

 

„Wenn du dich im Wald so gut auskennst, Lino, dann kannst du uns bestimmt auch sagen, wie man die Bäume bezeichnet, die Nadeln tragen und wie die Gruppe der Bäume bezeichnet wird, die Blätter tragen“, sagt Förster Dehn.

 

Doch Lino kommt gar nicht dazu, zu antworten. Helen ruft: „ Die mit den Nadeln sind Nadelbäume und die mit den Blättern sind Laubbäume!“

 

Von hinten sagt Benni: “Laubbäume bilden einen Laubwald und Nadelbäume einen Nadelwald. Und wenn Laubbäume und Nadelbäume durcheinander stehen ist es ein Mischwald. Das haben wir in der Schule gelernt.“

 

 

Draußen im Wald 4

 

Die Gruppe geht weiter. „Wir kommen bald an eine große Waldwiese. Wenn ihr leise seid, können wir vielleicht ein Reh sehen“, sagt Förster Dehn. Auf Fußspitzen bewegt sich die Klasse in Richtung der Wiese. Tatsächlich steht weit hinten am Rand der großen Wiese ein Reh. Förster Dehn schaut durchs Fernglas. „Das ist eine Ricke, eine Rehmutter.

 

Vermutlich liegt ihr Kitz ein wenig abseits im hohen Gras. Oft gebären Ricken auch zwei Kitze. Die liegen dann getrennt voneinander dort in der Wiese, wo das Gras am höchsten ist.“

Ricken stehen immer ein Stück abseits der Kitze. Nur zum Säugen sucht sie die Kitze auf.

 

Nichts soll den Fuchs auf die Kitze aufmerksam machen. Weder Geräusche noch Gerüche. Wenn der Fuchs den Kitzen doch einmal zu nahe kommt, stürmt die Ricke mit lautem ‚Schrecken‘ (Gebell) auf den Fuchs zu und vertreibt ihn.

 

 

Draußen im Wald 5

 

„Gibt es hier im Wald auch noch andere Tiere?“ fragt Frieda. „Ja. Es gibt hier auch noch Wildschweine und Rotwild (Hirsche) und vereinzelt auch Hasen“, antwortet Förster Dehn.

 

Natürlich gibt es im Wald noch zahlreiche andere Tiere. Denkt nur an die unzähligen Insekten, Käfer und Vögel. Die großen Tiere sind aber bekannter und auffälliger. Hin und wieder schnürt auch eine Wildkatze durch Waldrevier. Das kann man im Winter bei Schnee an den Spuren erkennen.

 

Dann findet man auch die Spuren der Marder,

Eichhörnchen und Wiesel. Luchse kommen hier nicht vor. Die leben weiter draußen im Mittelgebirge in den weiten Wäldern.

 

Aber es wird berichtet, dass im vergangenen Jahr im Wald schon einmal ein Wolf gesichtet worden sei. Nach einem kräftigen Waldfrühstück kehren die Kinder zur Schule zurück.

 

 

Weite Felder

 

Rund um das Dorf liegen weite Felder. Um nicht allzu weit gehen zu müssen, haben die Menschen von Beginn an ihre Felder rund um ihre Siedlung, also rund um ihr Dorf angelegt. So hatten sie kurze Wege zu ihren Feldern und konnten sie auch leichter schützen.

 

Wenn die Früchte reif sind, muss man schon mal mit Dieben rechnen. Eine größere Gefahr droht den Feldern aber von den Wildtieren. Eine Rotte Wildschweine kann schon mal in einer Nacht ein halbes Feld verwüsten. Deshalb sitzen Jäger gerne an Feldern an, um das eine und andere Wildschwein zu erlegen.

 

In diesem Jahr ist die Ernte gut aufgewachsen. Die Ähren sind reif und trocken. Bauer Erdmann hat seinen Mähdrescher vorbereitet und auch den Traktor mit dem Anhänger für die Körner.

 

Bauer Erdmann hat sich auf Getreide spezialisiert. Er baut Weizen, Gerste, Roggen und Hafer an. Vor einigen Jahren ist noch Triticale dazu gekommen. Triticale ist eine Mischung von Weizen und Roggen. Triticale ist sehr robust und trägt viele Körner.

 

Am späten Vormittag, wenn die Sonne den Tau von den Halmen und Körnern getrocknet hat, fährt Bauer Erdmann mit seinem Mähdrescher hinaus ins Feld. Ein Erntehelfer folgt ihm mit dem Traktor und zwei angehängten Wagen. Auf diese Wagen werden die Körner umgeladen, wenn der Körnerbehälter im Mähdrescher voll ist.

 

Am Feld angekommen bereiten Bauer Erdmann und sein Mitarbeiter die Maschinen vor.

Nun richtet Bauer Erdmann den Mähdrescher aus und beginnt zu dreschen. Das fast sechs Meter breite Mähwerk schneidet die Halme eine Handbreit über dem Boden ab und zieht sie ins Innere der Maschine. Dort werden sie gerüttelt und geschüttelt. Dabei fallen die Körner aus den Ähren und durch ein Sieb in den Getreidekasten. Die Halme und die Druschabfälle gelangen über ein Förderband wieder nach draußen auf den Acker.

 

Nach 4 Bahnen auf dem großen Feld ist der Getreidebehälter gefüllt. Bauer Erdmann fährt in einem weiten Bogen zum Traktor-Gespann und bläst die Körner aus dem Getreidebehälter über den großen Rüssel des Mähdreschers auf den ersten Anhänger. Dann setzt er das Dreschen fort. Nach vielen weiteren Bahnen ist das Feld abgeerntet. Der erste Anhänger ist randvoll.

Bauer Erdmann und sein Assistent fahren zum nächsten Acker.

 

Könnt ihr euch vorstellen, dass in der Zukunft  Mähdrescher und Traktoren mit GPS gesteuert automatisch das Getreide ernten?

Nach zwei abgeernteten Feldern sind beide Traktor-Anhänger mit Getreide gefüllt. Herrn Erdmanns Assistent fährt die beiden Anhänger zurück zum Hof. Über ein Gebläse bläst er die Körner in das große Silo.

 

Weil sie heute nur Weizen geerntet haben, füllt der Assistent den Inhalt beider Anhänger in ein Silo. Die Körner unterschiedlicher Getreidesorten müssen immer getrennt gelagert werden. Sonst können sie nicht verkauft werden.

Wir wissen ja: Weizen wird für Weißmehl verwendet, Roggen für Roggenmehl und Roggenbrot, Gerste für Graupen und Bier und Hafer für Futter und Müsli.

 

Deshalb müssen die Sorten ‚sortenrein‘ geerntet und gelagert werden.

Nicht alle Bauern verfügen über eigene Getreide-Silos. Früher wurde Getreide auf den Speichern gelagert. Bis ein Mann namens Raiffeisen kam.….

 

 

Einer für alle, alle für einen

 

Gehen wir einmal in Gedanken 150 Jahre zurück. Geld verdienen konnte ein Bauer nur, wenn er die Früchte seiner Arbeit verkaufen konnte. Weil das Getreide erst im Spätsommer geerntet wurde, konnte er es erst im Herbst verkaufen und damit Geld einnehmen.

 

Das Problem armer Bauern war aber, dass sie schon im Frühjahr Geld für Saatgut brauchten.  Friedrich Wilhelm Raiffeisen entwickelte damals die Idee der Bäuerlichen Genossenschaften. Er gründete eine Bank, die Raiffeisenbank, die Bauern im Frühjahr Geld für den Kauf von Saatgut lieh, das sie später, wenn die Ernte verkauft war, zurückzahlen konnten.

 

Friedrich Wilhelm Raiffeisen lebte von 1818 bis 1888. Auf ihn geht der Leitspruch ‚Einer für alle, alle für einen‘ zurück. Über 300.000 Genossenschaften überall auf der Welt führen heute seinen Namen.

 

Neben der Raiffeisenbank dachte er sich auch die Idee der Bäuerlichen Genossenschaft aus. In der Genossenschaft schlossen sich Bauern zusammen, um Saatgut, Werkzeug und Maschinen günstiger einkaufen zu können. Kauften mehrere zusammen ein, konnten sie günstiger einkaufen.

 

Die Genossenschaft kümmerte sich auch um die Lagerung von Getreide und um den Verkauf.

Und wenn ein Bauer einmal nicht genug Geld hatte, hat ihm die Genossen-schaftsbank das Geld geliehen, also vorgelegt. So konnte er das Saatgut oder eine Maschine kaufen.

 

Die Genossenschaftsbank zahlte die Rechnung.

Im Herbst, wenn die Ernte eingefahren wurde, zahlte der Bauer dann das Geld zurück.  So entstand der Leitspruch ‚ Einer für alle, alle für einen.

 

 

Vom Korn zum Mehl zum Brot

 

Die Ernte des Getreides ist der erste Schritt hin zum Brot. Wenn das Getreide im Lager der Genossenschaft eingelagert ist, wird es erst einmal von Druschabfällen gereinigt. Dann werden über ein Sieb auch zu kleine Körner aussortiert.

Die guten Körner werden schließlich an große Mühlen geliefert.

 

Dort werden die Körner erst einmal von ihrer festen Hülle befreit  und dann zu feinem Mehl zermahlen. Vor allem Weizen und Roggen werden zu Backmehl gemahlen. In den letzten Jahren mahlen wir aber auch die Körner der alten Getreidesorten Emmer und Dinkel zu Mehl.

Das fertige Backmehl wird dann an Bäckereien geliefert, wo es zu Brot, Brötchen, Kuchen und andere Backprodukte gebacken wird.

 

 

Industrie

 

Unten im Tal steht die alte Fabrik. Ihre Fenster sind eingeschlagen, das Dach lässt den Regen hinein und das Fabriktor quietscht im Wind. Früher wurden hier Metallteile für die Eisenbahn hergestellt. Das ist aber lange vorbei. Heute stehen die Gebäude leer und zerfallen.

 

Ein Stück weiter steht eine neue Fabrik. Ein modernes Gebäude mit einer Fassade aus Metall und einem Dach mit vielen Solarzellen. Innen drin herrscht geschäftiges Treiben. Frauen und Männer in blauen Overalls formen hier aus verschiedenen Blechen Metallschränke, Metall-Container, Gehäuse für große Computer und sogar Teile für Flugzeugküchen. Das für den Bau benötigte Metall wird in Form großer Blechrollen von Walzwerken angeliefert, die Metallblöcke zu dünnem Blech auswalzen.

 

Eisenblech wird aus Eisen hergestellt. Das Eisen dazu wurde früher von Bergleuten in Bergwerken tief unter der Erdoberfläche gewonnen. In Schweden, Brasilien und Australien gibt es aber Berge, die aus Eisenerz bestehen. Da muss das Eisen nicht mehr ausgegraben werden, es kann einfach abgebaggert, auf einen Lastwagen verladen werden und mit Frachtern übers Meer zu den Walzwerken transportiert werden.  Das gilt nicht nur für Eisen sondern auch für andere Metalle. Vor allem für Aluminium.

 

Die Walzwerke stellen dann aus dem Metall dünnes Blech in Rollenform her. Das wird dann an die Fabriken geliefert. An Autofabriken, aber auch an unsere Fabrik. Hier wird es mit Laser-Schneidern in passende Stücke geschnitten und in kräftigen Pressen geformt. Zum Schluss werden die Schränke, Container und Boxen noch lackiert. Dann können sie verkauft werden.

 

Heute treffen sich der Chef unserer Fabrik und seine Mitarbeiter im Besprechungsraum. Sie wollen über neue Produkte nachdenken. Ein Ingenieur bringt eine Idee ein: „In den letzten Jahren sehe ich immer mehr Wohnmobile auf unseren Straßen fahren. Um ein Wohnmobil zu bauen, braucht man Einbauten für die Küche und Anbauten für Fahrräder und Gepäck.“  Die Produktionsleiterin ergänzt: „Da könnten wir doch auch die Produkte so entwickeln, dass sie für Motorboote geeignet sind! Dann schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.“

 

So entwickeln sich nach und nach viele Ideen. Wichtig ist, die Dinge so zu denken und zu entwickeln, dass man mit möglichst wenig Material und möglichst wenig Aufwand möglichst viel erreicht.  Der Chef ist zufrieden: „ Wenn wir das alles so entwickeln können, wie wir das heute besprochen haben, können wir dort, wo die alte Fabrik steht, vielleicht sogar ein neues Gebäude errichten.“

 

Es dauerte weniger als zwei Jahre, bis die ersten Produkte entwickelt waren und  auch die alte Fabrik im Tal durch eine neue Fabrikhalle ersetzt war. Inzwischen sind die ersten Produkte fertig. Früher war das der Zeitpunkt, die Produkte auf einen Lastwagen zu laden und während einer Messe den Kunden vorzustellen.

 

So wird das auch heute noch gemacht. Es gibt aber einen Weg, die Kunden schon viel früher für ein Produkt zu interessieren. Auf ihrer Homepage (WebSite) hat unsere Firma eine Extra–Seite für die neuen Schränke, Container und Boxen eingerichtet. Auf diesen Seiten können sich die Kunden schon über ein Produkt informieren, bevor es verkauft wird.

 

Aber dann gibt es auch noch eine WebSite, die alle Interessenten zur Wohnwagen-Messe einlädt. Auf dieser Messen können sich die Interessenten dann die Schränke, Container und Boxen aus der Nähe ansehen und auch beraten lassen.

 

 

Handel

 

Auf der Messe sind aber auch Mitarbeiter von Firmen unterwegs, die Wohnwagen und Zubehör herstellen und verkaufen. Weil sie nicht alles zukaufen können, sind sie froh, wenn sie passende Teile einkaufen können um sie einbauen zu können. Deshalb gibt es auf dem Messestand viele Gespräche zwischen den Mitarbeitern unserer Firma und den Mitarbeitern der anderen Firmen

 

Wenn die Messe nach einer Woche beendet ist, fahren alle nach Hause. Unsere Firma stellt die bestellten Schränke, Container und Boxen her. Die werden dann mit Lastwagen zu den Auftraggebern beliefert. Den Gewinn aus dem Verkauf von Schränken, Containern und boxen teilt sich unsere Fabrik mit den Herstellern der Wohnwagen etwa zur Hälfte. Wie das geht, lesen wir auf der nächsten Seite.

 

Weil die Hersteller und Händler von Wohnwagen auch etwas verdienen wollen, verhandeln sie mit dem Chef unserer Firma Preisnachlässe aus. Wir müssen uns das so vorstellen: Ein Container kostet in der Herstellung zum Beispiel 40 €, im Verkauf an private Kunden später 120 €. Unsere Firma verdient dann ungefähr 80 €.

 

Wenn jetzt der Hersteller eines Wohnwagens so einen Container einbauen will, verhandelt er so lange, bis er den Container für 80€ erhält. So teilt sich unsere Firma mit dem Wohnwagenhersteller den Gewinn etwa zur Hälfte.

 

So etwa könnt ihr euch das vorstellen. Das Ganze ist aber noch komplizierter, weil es auch noch andere gibt, die am Erfolg unserer Firma teilhaben wollen. Dazu zählt vor allem das Finanzamt mit den Steuern. Aber das ist ein gesondertes Thema, das wir uns später vornehmen.

 

 

Beim Arzt

 

Mitten im Dorf hat der Arzt seine Praxis. Praxis nennt man die Arbeitsräume eines Arztes. Im unteren Geschoss seines Hauses liegen das Empfangszimmer, das Wartezimmer, das Behandlungszimmer und das Zimmer unseres Arztes.

 

Ist man schwerer krank, kommt der Arzt auch nach Hause zu einem Arztbesuch. Ist es mit der Krankheit nicht ganz so schlimm, gehen oder fahren wir zur Praxis. Meist hat ein Arzt feste Sprechstunden. Die sind auf dem Praxisschild angegeben. Man findet die Sprechzeiten aber auch im Internet oder auch im Telefonbuch.

 

Heute geht Ina mit ihrer Mutter zum Arzt. Ina ist erkältet. Am Empfang melden sich Ina und ihre Mutter an. Die Assistentin des Arztes bittet sie im Wartezimmer des Arztes Platz zu nehmen. Dort warten schon weitere Patienten.

 

Nach einer halben Stunde  wird Ina aufgerufen. Sie geht mit ihrer Mutter ins Sprechzimmer des Arztes. Der begrüßt sie und bittet sie, Platz zu nehmen. Er fragt Ina nach Ihrem Befinden. Dann misst er ihren Blutdruck, misst den Pulsschlag und schaut ihr in den Hals. „Kein Wunder, dass es dir nicht gut geht“, meint er. Ina hat eine kräftige Halsentzündung. Der Arzt verschreibt ihr zwei  Medikamente und rät ihr, sich in den nächsten Tagen zu schonen.

 

Mutter geht mit Ina direkt zur Apotheke, um das Rezept einzulösen. Sie reicht das Rezept über die Ladentheke. Im Nu hat die Apothekerin die Medikamente gefunden. Sie packt sie in eine Tüte und reicht sie Inas Mutter. Die Medikamente kosten 43 €. Inas Familie ist aber Mitglied einer Krankenversicherung. Deshalb müssen sie nur einen kleinen Teil des Preises bezahlen. Den größten Teil des Preises bezahlt die Krankenversicherung. Die Apothekerin reicht Ina noch ein paar Hustenbonbons und wünscht ihr schnelle Besserung.

 

 

Beim Zahnarzt

 

Benni hat Zahnschmerzen. Seine Mutter ruft in der Zahnarztpraxis an, um einen Termin zu vereinbaren. Sie können schon in einer Stunde kommen. Benni fühlt sich gar nicht so recht wohl. Aber die Schmerzen. In der Zahnarztpraxis angekommen müssen sie zuerst noch einem Moment im Wartezimmer Platz nehmen.

 

Nach zehn Minuten werden sie aufgerufen. Der Zahnarzt begrüßt die beiden und bittet Benny auf dem Behandlungsstuhl Platz zu nehmen. Die Assistentin des Zahnarztes richtet den Stuhl auf Bennis Körpermaße ein. Nun tritt der Zahnarzt an den Stuhl heran. Benni öffnet den Mund, damit der Zahnarzt den Mund ausleuchten und die Zähne kontrollieren kann.

 

„Eigentlich sehen die Zähne doch gut aus“, meint er. „Aber da! Der eine Backenzahn hat ein kleines Loch.“ Das verursacht die Schmerzen, wenn Benni ein Eis zur Erfrischung schlecken will. Beruhigend meint der Zahnarzt: „Das haben wir gleich.“ Mit einem feinen Bohrer bohrt er das Loch ein wenig aus. Die Assistentin saugt dabei den Speichel und die Bohrflüssigkeit aus Bennis Mund.

 

Die Assistentin kennt ihre Aufgabe genau. Sie rührt jetzt in einer kleinen Schale die Füllmasse für das Loch in Bennis Zahn. Es ist eine Füllung, die sich Bennis Zahn genau anpasst und das Loch verschließt.

 

„Jetzt müssen wir die Füllung noch so zurechtschleifen, dass du sie beim Kauen nicht spürst“, meint der Zahnarzt zu Benni. Mit heulendem Geräusch schleift der Zahnarzt die Füllung. Dabei sprüht aus dem Bohrer-Gehäuse ein feiner Wasserstrahl, der den Bohrer und den Zahn kühlt. Die Assistentin saugt die Bohrflüssigkeit mit einer Saugdüse auf, bevor Benni sie schluckt.

 

Der Zahn ist repariert. Benni kann mit seiner Mutter nach Hause gehen. Der Zahnarzt ermahnt ihn noch: „Wenn du deine Zähne putzt, musst du darauf achten, auch die Zähne hinten zu reinigen. Und denke dran, weniger Süßigkeiten zu essen. “

 

 

Die Zeitung ist da

 

Morgens früh, lange bevor Hanni aufsteht, klappert schon der Briefkasten am Haus. Der Zeitungsbote hat die Zeitung durch den Schlitz in der Tür geschoben. Kurz danach hört Hanni ihren Vater zur Tür gehen und die Zeitung holen. Kein Morgen vergeht, an dem er nicht zum Frühstück die Zeitung liest.

 

Dass die Zeitung frühmorgens schon geliefert wird, liegt daran, dass viele kluge Köpfe und geschickte Hände am Tag zuvor bis in die Nacht hinein daran gearbeitet haben, die Zeitung für den nächsten Tag fertig zu stellen. Die Reporter haben Berichte gesammelt, die Journalisten haben Kommentare geschrieben, die Lektoren haben die Zeitung auf Fehler kontrolliert und der Chefredakteur hat sich alles noch einmal angeschaut und den Druckern den Auftrag erteilt, die Zeitung in den Druck zu geben. Mitten in der Nacht wirft die Druckanlage die fertigen Zeitungen aus. Zeitungsfahrer verteilen sie an die Zeitungsboten. Und die werfen sie bei uns in den Briefkasten.

 

 

Morgengruß aus dem Radio

 

Morgens kurz vor 6 Uhr klingelt an jedem Werktag der Wecker bei Hannis Eltern. Wenn Vater dann aufsteht, um die Zeitung zu holen, schaltet er das Radio ein. „Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer,“ ertönt die freundliche Stimme der Moderatorin,  „wir begrüßen sie zu den 6-Uhr-Nachrichten des Südwestfunks.“ Dann verliest ein Nachrichtensprecher die aktuellen Nachrichten.

 

Anschließend verliest die Moderatorin den Wetterbericht. Der ist kurz zuvor per E-Mail vom Wetterdienst an den Radiosender gemailt worden. So sind viele Mitarbeiter, Reporter, Journalisten, Redakteure und Moderatoren daran beteiligt, dass wir Tag für Tag ein interessantes Programm im Radio finden.

 

Dazu gehört auch das Team, das die Musik für die täglichen Sendungen aussucht und einspielt. Nach jeweils drei Musikstücken folgt ein Interview, das die Moderatorin mit einem Gast am Telefon führt oder das am Vortag aufgenommen wurde.

 

Fast hätten wir vergessen, dass die Sendung ja noch von den Technikern zu den Funktürmen gesendet werden muss, die oben auf den Bergen stehen. Von da wird die Sendung dann weit ins Land hinein ausgestrahlt. Wir können sie überall hören, wo wir Empfang haben: Im Haus, im Hotel, in der Bahn, im Auto, auf dem Rad, …

 

 

Fernsehen

 

Kinder können sich heute kaum vorstellen, dass ihre Großeltern in ihrer Kinderzeit noch gar kein Fernsehen kannten. Erst vor 60 Jahren gab e die ersten Fernsehgeräte in den Wohnstuben. Und die hatten noch einen ganz kleinen Bildschirm. Die Bildschirme konnten Bilder und Filme nur in Schwarzweiß anzeigen.

 

Als Programm gab es nur ‚Das Erste‘. Mehr nicht. Und das Erste begann mit seinen Sendebetrieb erst nachmittags um 17 Uhr. Nach 23 Uhr blieb der Bildschirm dunkel.

 

Da hat sich inzwischen viel geändert. De Bilder sind farbig, die Programme vielfältig und die Bildschirme von groß bis riesig. Sendungen gibt es nicht mehr nur am Abend sondern rund um die Uhr. Zu jeder Tageszeit. Wie bei Zeitung und Radio sorgen auch hier Mitarbeiter, Reporter, Journalisten, Redakteure und Techniker für ein vielfältiges und spannendes Programm.

 

 

Das Internet

 

Smartphone, Computer, Tablet und Internet sind für uns heute so verständlich, als hätte es sie schon immer gegeben. Das ist aber nicht so. Computer für alle gibt es erst seit etwas mehr als 20 Jahren, Smartphones und Tablets seit weniger als 10 Jahren und das Internet für alle auch erst seit etwa 20 Jahren. Wenn man das Angebot heute sieht, kann man sich kaum vorstellen, dass es noch so jung ist.

 

Aber wie funktioniert das Internet überhaupt? Im Grunde ist das Internet das Netzwerk aller Computer, die auf unserer Erde über Telefonkabel oder Funksignale verbunden sind. Natürlich braucht  es zwischen den über alle Kontinente verteilten Computern noch Vermittlungsstellen. Das sind die Server, die an den Knotenpunkten der Internet-Netze stehen und für die Verbindungen sorgen. Einer der größten Internet-Knotenpunkte weltweit liegt in Frankfurt.

 

 

WorldWideWeb, E-Mail, SMS und MMS

 

Das Internet wurde vor etwas mehr als 50 Jahren erfunden. Bis die Menschen es anwenden konnten, vergingen aber noch über 30 Jahre. Aber dann entwickelte es sich rasend schnell. Es begann alles mit den ersten WebSiten (Homepages) und den ersten E-Mails.

 

Es war für die Menschen eine tolle Sache, Bilder, Aufsätze und Bücher auf einem Speicher im Internet so posten zu können. Dass andere Anwender/User diese Bilder und Aufsätze von einem anderen Computer aus sehen und lesen konnten.Es war auch eine tolle Sache, einen elektronischen Brief, also eine E-Mail, schreiben zu können und in Sekunden an den Empfänger versenden zu können.

 

Für beides braucht man auch die geeigneten Adressen. Die Homepage im Internet erreicht man über eine Adresse wie www. t-online.de. Und wer eine E-Mail schreiben oder empfangen will hat eine Adresse wie name @t-online.de.

Die Entwicklung im Internet geht rasend schnell voran. Schon bald nachdem die Computer entwickelt waren, nahmen sich die Entwickler, also Konstrukteure und Ingenieure, das Telefon vor.

 

Bis dahin kannte man das Telefon nur ein Gerät, das fest über eine Schnur und eine Anschlussdose im Haus mit dem Telefonnetz verbunden war. Nur wenige Unternehmer und Geschäftsleute nutzten schon Funktelefone. Die waren aber noch groß, klobig, unhandlich und teuer.

 

Vor 20 Jahren folgten dann die ersten Handys. Eigentlich hießen und heißen sie nicht Handys sondern Mobile Telefone. Doch ist Handy ein so toller Begriff, dass alle nur noch von Handy reden. Um Handys betreiben zu können brauchte man ein neues Telefonnetz, ein Mobilfunknetz.

 

Deshalb stehen in regelmäßigen Abständen hohe Masten, die das Funksigna von den Handys annehmen und zu dem angewählten Handy oder Telefonanschluss weiterleiten. Und wenn die Masteneinmal zu weit auseinander stehen und keine Verbindung möglich ist, sprechen wir von einem Funkloch.

 

 

SMS, MMS,, …

 

Ganz schnell kam der Wunsch auf, auch mit dem Handy Nachrichten schreiben und auch verschicken zu können. Weil keine Tastatur vorhanden war, nutzte man zuerst einmal die 10 Ziffern.  Die waren dann mehrfach belegt. Für ein A musste man beispielsweise xxx mal die xxx drücken. Das funktioniert  gut, war aber nicht praktisch.

 

Das änderte sich … mit dem ersten I-Phone. Das hatte eine richtige Tastatur, mit der man viel schneller und besser schreiben konnte.

Die geschrieben Handy-Nachrichten nennen wir nicht mehr E-Mail sondern SMS. Das steht für Short Message Service, also für Kurznachrichten. Weil Menschen dazu neigen, immer mehr zu wollen und immer weiter zu denken, war auch sofort der Wunsch da, Bilder und kleine Videos, die mit dem Handy aufgenommen werden, versenden zu können. Seit 15 Jahren ist es jetzt auch möglich, Bilder und Videos als MMS, als Multi Media Service versenden zu können.

 

 

In ganz kurzer Zeit wurde so aus dem einfachen Funktelefon zuerst das Handy und dann das Smart-Phone. Die modernen Smartphones sind nichts anderes als kompakte Computer. Die ersten Smartphones können auch mit deinem großen Computermonitor und einer Tastatur verbunden werden und wie ganz normale Computer genutzt werden. Ihr könnt sie auch in Schule mit dem Whiteboard oder dem Beamer verbinden und eure Texte, Bilder und Videos an die Wand projizieren.  Ihr könnt sie sogar als kleine Fernsehgeräte verwenden.

 

Aber wie funktioniert das eigentlich ? Das ist gar nicht so schwer zu erklären und zu verstehen. Alle Signale, ob Buchstaben, Bilder oder Videos werden in zwei Signale zerlegt und versendet. Die zwei Signale bedeuten nichts anderes als Strom an oder Strom aus. So werden Texte, Bilder und Videos durch die Leitungen verschickt. Im Empfangsgerät werden die Signale dann wieder zu Texten, Bildern und Videos zusammengesetzt.

 

 

Auf der Straße …

 

Auf den Straßen ist heute oft die Hölle los. Unzählige Fahrzeuge sind heute auf den Straßen unterwegs. Wir können ja mal aufzählen: Autos, Motorräder, Mofas, Mopeds, Fahrräder, E-Bikes, Lastwagen, Transporter, Baumaschinen, Busse, Kleinbusse, E-Busse und viele andere. Sie alle wuseln auf dem Straßen hin und her.

 

Das braucht aber Regeln. Eine der Regeln heißt: Jeder, der ein größeres Fahrzeug führen will braucht einen Führerschein, also eine Erlaubnis, das Fahrzeug zu führen. Und damit Schäden, die bei einem Unfall entstehen, auch bezahlt werden, muss jedes Fahrzeug versichert sein. Dann gibt es aber auch noch die Straßenverkehrsregeln: Jeder muss auf der rechten Seite der Fahrbahn fahren. Jeder muss rücksichtsvoll fahren. Jeder muss die Verkehrszeichen beachten. Die Schilder, die Ampeln und die Anweisungen der Polizisten.

 

 

Radfahrer und Fußgänger ….

 

Radfahrer und Fußgänger brauchen keine Führerscheine. Aber auch sie müssen sich an die Verkehrsregen halten. Sie müssen umsichtig und rücksichtsvoll fahren. Sie müssen Schilder und Ampeln ebenso beachten, wie die Autofahrer. Radfahrer und Fußgänger müssen sogar besonders vorsichtig sein, weil sie nicht wie die Autofahrer geschützt im Fahrzeug sitzen, sondern bei einem Unfall unmittelbar verletzt werden können.

 

Ganz wichtig ist auch zu wissen, dass es bei den Verkehrszeichen eine Rangordnung gibt. An den meisten Stellen regeln Schilder den Verkehr. An gefährlichen Stellen haben aber Ampeln das Sagen. Ampeln überstimmen sozusagen die Verkehrsschilder. Es gibt aber auch mal Situationen, dass Ampeln ausfallen. Dann kommen Polizisten und regeln den Verkehr. Ein Polizist überstimmt Ampeln und Verkehrsschilder. Er hat am meisten zu sagen.

 

 

Schifffahrt ….

 

Wenn Flüsse breit und tief genug sind, verkehren auf ihnen auch Schiffe. Ich denke da an den Rhein, an den Main, an die Elbe, an die Weser und an die Donau. Die meisten anderen Flüsse sind zu schmal und nicht tief genug für die Schifffahrt. Schiffe, die auf Flüssen fahren, nennen wir Binnenschiffe, weil sie ‚innen‘ im Land fahren. Wir sprechen deshalb auch von Binnenschiffern und Binnenschifffahrt.

 

An der Küste sieht es schon anders aus. Da ist das Wasser meist tief genug, dass auch größere Schiffe fahren können. Das gilt in Deutschland für die Nordsee und die Ostsee. Den Platz, an dem Schiffe anlegen, nennen wir Hafen. Binnenschiffe legen im Binnenhafen an, Seeschiffe in Seehäfen. Ganz bekannte Häfen sind Emden, Bremen, Bremerhaven, Cuxhaven, Hamburg, Kiel, … Häfen, in denen Fischereischiffe an- und ablegen, nennen wir Fischereihäfen. Meist finden wir im Fischereihafen auch eine Fischmarkthalle und direkt daneben auch eine Fischfabrik, in der die Fische verarbeitet und konserviert werden.

Im Hafen

 

Häfen werden meist an geschützten Küsten oder in Flussmündungen angelegt. Weil Schiffe groß sind, müssen auch die Anlegeplätze groß genug sein. Das Hafenbecken muss so tief sein, dass auch große Schiff in den Hafen einfahren können, ohne auf Grund zu laufen. Große Tanker und große Containerschiffe können aber oft nicht mehr in normale Häfen einlaufen. Für sie bauen wir ein Stück weit von der Küste entfernt Containerhäfen und Ölhäfen.

 

Fachleute sprechen da von Offener Reede oder OffShore-Häfen. Schauen wir uns aber mal den Hamburger Hafen an. Im großen Hafen gibt es viele Unterhäfen. Man könnte auch Abteilungen sagen. Da gibt es z.B. einen  Passagierhafen, einen Fischereihafen, einen Frachthafen und noch weitere Spezialhäfen.

 

 

Kaffee aus Hamburg

 

Kaffeebohnen kommen aus Südamerika, Südostasien oder Afrika. Sie werden dort gepflückt, in Jutesäcke verpackt und mit dem Schiff nach Hamburg transportiert. Schon früh haben Hamburger Kaufleute erkannt, dass man mit Kaffee viel Geld verdienen kann. Nicht ohne Grund ist eine der reichsten Familien Deutschlands eine Familie, die mit Kaffee ihr Geld verdient.

 

Bremen und Hamburg sind die Deutschen Kaffee-Häfen. In diesen Häfen wird ganz viel Kaffee von den Überseeschiffen gelöscht (=entladen). Früher wurden die Jutesäcke mit dem Kran direkt vom Schiff in die großen Speicherhäuser umgeladen. Aus dieser Zeit gibt es in Hamburg noch eine ganze Speicherstadt.

 

Da hat sich aber Einiges geändert. Kaffee wird auch heute noch in Jutesäcke verpackt, aber in Containern verschifft und zum Lagerhaus transportiert. Von da gelangen die Bohnen 0dann in die Kaffeerösterei.

 

 

Fahrzeuge aller Art

 

Das Wort Fahrzeug sagt schon, worum es sich bei dem Begriff handelt. Es gibt auch 3 Abkürzungen, deren Bedeutung wir kennen sollten. KFZ ist die Abkürzung von Kraftfahrzeug, also eines Fahrzeugs mit Motor. Ein LKW ist ein Lastkraftwagen, ein PKW ist ein Personenkraftwagen.

 

Fahrzeuge unterscheiden wir auch nach den Verkehrslinien, auf denen sie sich bewegen. Straßenfahrzeuge fahren auf der Straße. Das sind Autos, Lastwagen, Motorräder und Fahrräder.

Schienenfahrzeuge fahren auf Gleisen bzw. Schienen. Schienenfahrzeuge sind Straßenbahnen und Eisenbahnen wie Personenzüge, Schnellzüge, Güterzüge, …

 

Wir nutzen aber auch Wasserfahrzeuge (Schiffe aller Art), Luftfahrzeuge (Flugzeuge aller Art) und inzwischen auch Raumfahrzeuge

 

 

Flugzeuge

 

Mitten in Deutschland liegt der Rhein-Main-Flughafen. Fachleute nennen ihn auch Fraport. Hier können wir alle denkbaren Flugzeuge beobachten. Leute, die sich für Flugzeuge interessieren und Bilder von ihnen sammeln nennen wir Planespotter.

 

Es gibt kleine und große Flugzeuge und Flugzeuge für die unterschiedlichsten Verwendungen. Es gibt Personenflugzeuge und Frachtflugzeuge. Oft machen wir aber für eine Nacht oder für einen Flug eine Passagiermaschine zur Frachtmaschi-ne. Die Sitze von Passagiermaschinen können im Nu herausgeholt und durch Frachtcontainer ersetzt werden, die sich genau der Form des Flugzeugs anpassen.

 

Wenn wir weit über die Rollbahnen des Frankfurter Flughafens nach Süden schauen, sehen wir etliche grau und dunkel angestrichene Flugzeuge. Das sind Militärflugzeuge der amerikanischen Luftwaffe.

 

 

Jahr

 

Es ist verblüffend zu sehen, dass schon die Ägypter vor über 2000 Jahren die Länge des Jahres mit 365 Tagen und 4 Stunden gemessen haben. Sie haben sich gerade mal um 11 Minuten vertan.

 

Um zu messen, wie lang ein Jahr ist, brauchte man einen langen Stab, besser noch so einen großen Obelisken, wie man sie in Ägypten aus der Pharaonenzeit findet und eine Reihe eckiger Steine oder kleiner Stäbe, mit denen man täglich den Schatten markieren kann. Es gibt einen Tag im Jahr, an dem die Sonne am höchsten steht und der Schatten am kürzesten ist.

 

An diesem Tag rammten die alten Ägypter zur Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten steht und der Schatten am kürzesten ist, einen Stab in die Spitze des Schattens. Nun hieß es warten, bis der Schatten des Obelisken diesen Schattenpunkt wieder trifft. Das war genau 365 Tage und 4 Stunden später.

 

 

Die ägyptische Zeitmessung

 

Die Zeit zwischen den Schattenspitzen des Obelisken maßen die alten Ägypter mit Hilfe von Sanduhren und Wasseruhren. Sie besaßen schon Sanduhren und Wasseruhren mit denen man auch Stunden messen konnte. Sie mussten also nur solche Sanduhren 24 mal durchlaufen lassen, um die Zeit zwischen den beiden Höchstständen der Sonne zu messen. So fiel ihnen auch auf, dass ein Jahr nicht nur 365 Tage und Nächte lang ist, sondern sogar 6 Stunden länger.

 

 

Der römische, der Julianische Kalender

 

Als Cäsar sich für einige Zeit in Ägypten aufhielt, hatte er auch Gelegenheit, den Ägyptischen Kalender kennenzulernen. Der beeindruckte ihn so, dass er die römischen Kalender-Rechner beauftraget, den Kalender auch für das Imperium Romanum zu übertragen. Mit dem Ägyptischen Kalender übernahmen die Römer auch den kleinen Rechenfehler, weswegen der Kalender jährlich 11 Minuten irrte.

 

Die Sonne

 

Die Sonne ist ein Himmelkörper, den man nicht übersehen kann.  Ihre Bahn und ihre Sonnenstrahlen bestimmen unser Leben. Da war es nur logisch, dass die Menschen sie genauer beobachteten und sie zum Maß unserer Zeit machten. Vor etwa 10.000 Jahren begannen die Menschen, die Sonne mathematisch zu betrachten.

 

Sie erkannten die Himmelsbahn der Sonne, sie erkannten, dass sich die Himmelsbahn in einem bestimmten Rhythmus veränderte und sie spürten auch, dass sich damit die Wärmeeinstrahlung auf die Erde veränderte.

 

Weil sie den Lauf der Sonne am Himmel nicht markieren konnten, bauten sie sich Gerüste aus Steinen wie Obelisken und Pyramiden, die Schatten warfen. An Hand der Schatten konnten sie den Lauf der Sonne erfassen. So entwickelten sie auch fast alle wichtigen Erkenntnisse der Geometrie.

 

 

Unser Kalender

 

Wir haben schon gelesen, dass Cäsar den Ägyptischen Kalender als Julianischen Kalender im Römischen Reich einführen ließ. Das war damals ein großer Fortschritt. Mit dem Ägyptischen Kalender hatte Cäsar aber auch einen kleinen Rechenfehler von jährlich 11 Minuten übernommen, die das ägyptische Jahr zu lang war. 11 Minuten jährlich bedeuten alle hundert Jahre eine Abweichung von 1100 Minuten.

 

Teilen wir die 1100 Minuten durch 60 Minuten, beträgt die Abweichung alle 100 Jahre 18 Stunden. Von Cäsar bis zu Papst Gregor III lief der Julianische Kalender deswegen um etwa 11 Tage nach. Deshalb veranlasste Papst Gregor III  im Jahr 1582, dass die Tage vom 4. Oktober bis zum 15 Oktober ausfallen sollten. Auf diese Weise ließ er den Kalender neu einstellen. Damit so ein Fehler nicht mehr vorkommt, wurde auch die Sache mit den Schaltjahren neu geregelt.

 

 

Unser Wetter

 

Anders auf dem Mond oder dem Mars gibt es auf der Erde Atmosphäre mit Sauerstoff, Wasser, Wind und Wetter. Wir alle erleben täglich, dass sich unser Wetter ändert. Die Änderungen hängen ab vom Stand und der Einstrahlung der Sonne. Vor allem die Sonne bestimmt unser Wetter. Mit ihrer Einstrahlung sorgt sie für unterschiedliche Temperaturen.

 

Weil sich die Temperaturen aber gerne wieder ausglichen möchten, kommt es zu Luftströmungen von Hochdruck-gebieten zu Tiefdruckgebieten. Wenn der Druck ausgeglichen ist, tritt Windstille und damit auch Wetterstille ein.

Das lassen die Sonnen und unsere Erde aber nicht zu. Sie sorgen dafür, dass sich ständig neue Hochs und Tiefs bilden und dass deswegen die Luft ständig in Bewegung bleibt. Deshalb ändert sich unser Wetter auch ständig.

 

 

Unser Klima

 

Die Menschen hat es natürlich immer interessiert, wie das Wetter wird und ob man es voraussagen kann. Es gab auch schon früher eine Reihe von Leuten, die sich ganz viel Wissen ums Wetter aneigneten. Insbesondere die Bauern. Die beobachteten das Wetter genau, weil sie wissen wollten, wann sie am besten aussäen und wann sie ernten.

 

Spezialisten in der Wetterbeobachtung waren auch die alten Ägypter. Die hatten schon früh herausgefunden, dass die Fluten des Nils ziemlich genau zwei Zeitpunkten im Jahr anstiegen. Wenn das Wasser abgelaufen war, schickte der Pharao Boten aus, die den Bauern befahlen jetzt auszusäen.

 

Ganz vereinfacht gesagt, können wir uns merken: Wetter ist das, was täglich bei uns im Kleinen passiert. Klima ist das, was im gesamten Deutschland passiert, also im Großen passiert. Mehr dazu aaO zaZ

 

 

Unser Wetter

 

Wir wollen uns aber unser Wetter doch ein wenig genauer anschauen. Wir wissen, dass unser Wetter von der Sonneneinstrahlung abhängt. Deshalb ist es im Sommer viel wärmer als im Winter. Im Herbst gehen dann die sommerlichen Temperaturen langsam herunter. Zum Ende des Winters erwärmt die Sonne die Erde wieder. Die Temperaturen steigen im Frühjahr an. Dieser Verlauf bestimmt unser Leben.

 

Die Sonneneinstrahlung für zu unterschiedlichem Luftdruck. Das führt zu Luftströmungen bis hin zu Wind und Sturm. Weil wärmere Luft viel mehr Wasser aufsaugen kann als kältere Luft, führen Erwärmung und Abkühlung auch zu Niederschlägen. Zu Tau, zu leichtem Regen, Starkregen, Schnee und Hagel. Weil die Sonneneinstrahlung übers Jahr unterschiedlich ist, ändert sich auch ständig das Wetter. Und da gibt es noch viele weitere Player wie Polargebiet, Äquatoriale Strömungen und die Jetstreams hoch oben in der Atmosphäre.

 

 

Dörfer und Städte

 

Die ersten Menschen hatten weder Häuser noch Hütten. Sie lebten unter zusammengestellten Ästen und wenn sie Glück hatten auch in natürlichen Höhlen. Es gab keinen Grund, Hütten zu bauen, weil sie wie die Tiere ständig auf der Suche nach Nahrung waren. Sie passten ihre Wanderungen dem Lauf der Jahreszeiten und der Nahrung an.

 

Das änderte sich, als sie lernten Ackerfrüchte anzubauen und dann auch Tere zu züchten. Diese Zeit setzt vor etwa 12.000 Jahren im sogenannten Fruchtbaren Halbmond ein. Das war der Bogen, der von Palästina über den nördlichen Irak bis hin zum Persischen Golf reichte. Dort war es warm, die Erde war fruchtbar und Wasser gab es auch zur Genüge. Um ihren Feldern nahe zu sein, bauten die Menschen feste Häuser. Siedelten mehrere Familien nahe beieinander, entstand ein kleines Dorf.

 

 

Städte

 

An besonders günstigen Stätten entstanden auch schon richtige Städte. Archäologen haben schon etliche aufgefunden und angefangen, sie auszugraben und zu rekonstruieren. Sie haben dabei auch herausgefunden, dass die Geschichte vom Turmbau zu Babel, wie er in der Bibel beschrieben ist, kein Märchen ist. In Syrien und im nördlichen Irak fanden sie etliche Plätze, an denen Menschen Siedlungen oder Tempelanagen in der Form von Spiralen errichtet  hatten. Da braucht es nicht viel Phantasie, um die Geschichte von Turmbau zu Babel darauf zu beziehen.

 

Mit der Zeit entstanden rund ums Mittelmeer viele weitere Städte. Die bekanntesten sind Alexandria in Ägypten, Jerusalem in Judäa, Athen in Griechenland, Rom in Italien und Karthago in Nordafrika. Nördlich und westlich der Alpen gab es damals keine Städte. Dort lebten die Menschen in kleinen Siedlungen bis zur Zeitenwende in kleinen Streusiedlungen.

 

 

Flüssse

 

Wenn genügend Bäche ihr Wasser in einem Lauf versammeln, entsteht ein Fluss. Flüsse waren und sind ideale Plätze, um Dörfer und Städte anzulegen. An Flüssen gibt es Wasser, Fische und Krebse als Nahrung und in der Umgebung fruchtbaren angeschwemmten Boden. Da ließ es sich leichter leben, als draußen in den weiten Wäldern.

 

An manchen Stellen im Fluss gibt es flache Übergänge, Furten. Das waren besonders begehrte Siedlungsplätze. Denkt an Frankfurt, ….

Der Ursprung eines Flusses ist eine Quelle. Von dort fließt das Wasser als kleiner Bach bergab in Richtung des Meeres. Unterwegs vereinigt sich der kleine Bach mit vielen anderen zu einem kleinen Fluss. Der wird immer größer, je mehr Bäche einmünden.

 

Schließlich wird aus dem kleinen Fluss ein großer Fluss. Wenn ein Fluss sich dem Meer nähert verringert sich seine Fließgeschwindigkeit. Er wird zum Strom, dessen Wasser langsamer dahinströmt.

 

 

Natur / Oekologie

 

So wie die Erde erschaffen wurde oder entstanden ist, sieht sie heute nicht mehr aus. Wir müssen aber wissen, dass sich unsere Erde, so wie wir sie heute kennen, ständig verändert. Wir müssen auch wissen, dass wir uns den Gesetzen und Veränderungen der Erde anpassen müssen, wenn wir überleben wollen.

 

Wir können die Gesetze der Erde für eine Zeit aufhalten. So wie die Holländer, die dem Meer mit Dämmen und Pumpen Land abgewinnen und ihr Land, das unter dem Meeresspiegel liegt mit Deichen vor der Flut schützen.

 

Wir müssen aber sehen, dass das nicht auf Dauer hilft. Wir erleben gerade, wie Inseln in der Südsee im Ozean versinken, wie weite Flussdeltas in Asien langsam überflutet werden. Wir müssen uns auch darauf vorbereiten, dass viele Landstriche und auch Städte, die in Meereshöhe liegen, in den nächsten Jahrhunderten überschwemmt werden.

 

 

Unsere Erde ist in ständiger Veränderung

 

In den Medien erfahren wir fast täglich, wie sich die Erde und die Kontinente verändern. In Afrika trennt sich gerade das östliche Afrika vom großen afrikanischen Kontinent ab. In ein paar Millionen Jahren wird Ostafrika als neuer Kontinent auf dem unterirdischen Lavameer schwimmen.

 

Auch quer durch Europa geht ein Riss von Genua hoch über den Rheingraben, durch Hessen hinauf bis nach Oslo in Norwegen. Der Riss verbreitert sich jährlich um etwa 1 Millimeter. In 100.000 Jahren kann er schon hundert Meter breit sein. Irgendwann wird Meereswasser einströmen. Ein Meeresarm wird Europa in zwei Hälften trennen.

 

Umgekehrt schiebt sich gerade die asiatische Platte gegen die Europäische Platte und wird in nicht allzu ferner Zeit in Istanbul ein schweres Erdbeben auslösen. Ein Erdbeben erwarten die Geologen auch in Kalifornien, wo die westliche Hälfte Kaliforniens nach Westen driftet und sich vom amerikanischen Kontinent löst.

 

 

Vulkane

 

Anders als rund um den Pazifik kennen wir in Deutschland keine aktiven Vulkane. Der Westerwald und der Vogelsberg sind erloschen. Viele andere Vulkane auch. Aber in der Eifel brodelt noch ein Vulkan tief unten in der Erde. Im nördlichen Bayern verzeichnen die Geologen gerade Erdstöße, die auf einen entstehenden Vulkan hindeuten.

 

Aktiv sind in Europa derzeit nur einige Vulkane im Süden Italiens. Da sind der Stromboli vor der italienischen Küste und der Ätna auf Sizilien zu nennen. Von beiden geht keine große Gefahr aus.

Anders ist das beim Vesuv und den umliegenden Phlegräischen Feldern bei Neapel.

 

Hier haben Geologen vorsorglich viele Messstationen eingerichet, um die Bewegungen des großen Vulkangebiets überwachen zu können. So hoffen sie, die Bevölkerung vor einem Ausbruch rechtzeitig waren zu können.