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Wolfgang Heller
35789 Weilmünster im Taunus

Einfach heller lernen

 

Erasmus Offenbach
Erasmus-Offenbach
GS Weilmünster
 

Tipps für Diktate und bessere Noten

Ich bin Realist genug, zu wissen, dass ich nicht aus euch allen perfekte Rechtschreiber machen kann. Die gibt es ohnehin nur ganz selten. Ich bin aber realistisch genug, euch zu sagen, dass ihr mit ein wenig mehr Achtsamkeit, eure Noten in Diktaten bzw. in der Rechtschreibung und damit in Deutsch zumindest um eine Note verbessern könnt. Vielfach sind unzureichende Rechtschreibnoten in Unachtsamkeit und falschen Einschätzungen begründet. Lest euch die Tipps durch, beachtet sie und ihr habt die Chance, besser zu schreiben, stressfreier zu schreiben und zu leben. Ganz einfach. Mit dem, was ihr ohnehin schon gelernt habt.

Die Tipps sind noch nicht komplett geschrieben und ausgearbeitet. Sie können euch aber schon jetzt helfen, eine Stufe besser zu werden.. Wolfgang Heller, 3. Mai 2021

Nachfolgend könnt ihr entweder die Diktat-Tipps als PDF herunterladen oder sie euch auf dieser Seite ansehen.

 

Wolfgang Heller   -   diktate.com

 

Ein paar Diktat-Tipps und Regeln zum besseren Schreiben

 

So wird diktiert

Beim Diktieren müssen von beiden Seiten bestimmte Spielregeln / Diktierregeln eingehalten werden. Die wichtigsten Regeln und Bedingungen liste ich hier auf.

 Richtig eingestellt ?

Ein Teil des Erfolges bei einem Diktat hängt auch davon ab, wie gut ihr organisiert seid. Sowohl mental wie auch hinsichtlich der Vorbereitung eures Schreib-Platzes.

 

So wird in der Schule diktiert:

·      Wir sorgen dafür, dass Arbeitsplatz, also der Arbeitstisch aufgeräumt ist / wird.

·      Wir sorgen dafür, dass der Kopf aufgeräumt ist. Im Augenblick zählt nur das Diktat.

·      Wir schalten Ablenkungen und mögliche Störungen so gut wie möglich aus.

·      Wir lassen Heft und Füller bereit legen.

·      Wir lesen den Text zur Einstimmung zunächst einmal komplett langsam vor.

·      Dabei dürfen die Schüler nicht mitschreiben.  Sie hören nur zu. Die Füller sind abgelegt.

·      Dann lesen wir den ersten Satz komplett vor.

·      Der Füller ist weiterhin abgelegt.

·      Danach lesen wir den zu schreibenden Teil des Satzes vor.

·      Wir lassen den Satz langsam und übertrieben deutlich gesprochen wiederholen.

·      Erst jetzt greifen die Schüler zum Füller und schreiben den Teilsatz nieder.

·      Dabei ist es von Vorteil, Wort für Wort beim Schreiben still "mitzusprechen".

·      Weil Sprechen beim Diktat in der Schule nicht gestattet ist, sprechen erfolgreiche Schreiber Wort für Wort  ausgeprägt aber lautlos mit. So vermeidet man Fehler.

·      Wenn der zu schreibende Teilsatz geschrieben ist, wird der Füller abgelegt, zumindest aber aus der Schreib-Position abgehoben.

·      Nun lesen wir den nächsten Teil des Satzes vor, lassen ihn wiederholen und dann schreiben.

·      Wir verfahren mit den folgenden Sätzen nach dem gleichen Muster.

·      Zum Abschluss liest der/die Diktierende den Text noch einmal langsam vor.

·      Die Schüler lesen still im Vorlese-Tempo mit.

·      Sie sprechen mit dem/der Diktierenden im Gleichschritt.

·      Eigene Fehler werden nur dann erkannt, wenn man übertrieben sorgfältig mitliest.

·      So wird Satz für Satz in Teilen geschrieben. Kleine Sätze können komplett diktiert, nachgesprochen und niedergeschrieben werden.

·      Am Ende des Diktats liest der Diktierende den Text noch einmal komplett vor.

·      Danach erhalten die Schüler eine der Diktat-Länge angepasste Korrektur-Zeit, um den Text noch einmal still sprechend durchlesen und Fehler korrigieren zu können.

·      Wichtige Praxis-Regel: Wenn Schüler/innen ein Wort nicht schreiben können, müssen sie Platz für das Wort oder die Wörter frei lassen und später beim letzten Vorlesen eintragen.

·      Lieber ein einzelnes Wort auslassen, als im Schreibfluss stecken zu bleiben und in der Folge mehrere Wörter zu verpassen.

 

So üben wir Diktate zu Hause ...

In der Übergangszeit zum Gymnasium und auch in der Unterstufe üben Eltern vielfach mit ihren Kids. Prinzipiell sollten wir zu Hause unter ähnlichen Bedingungen trainieren, wie wir sie in der Schule antreffen.

Ich plädiere sogar dafür, zu Hause mit 110 % Leistung zu arbeiten, um in der Schule 100 % Leistung bringen zu können. So schafft man sich Reserven.

·      Vor einem Diktat müssen zunächst einmal alle neuen Wörter und Wörter, deren Schreibweise noch nicht sitzt, so lange geübt werden, bis sie richtig geschrieben werden.

·      Wörter, die sicher und fest im Kopf verankert sind, müssen wir nicht mehr üben.

·      Bekannte Wörter müssen nicht immer wieder neu geübt werden. Sie sind jederzeit parat.

·      Immer wenn wir ein Diktat üben, schaffen wir zuerst die richtigen Voraussetzungen für erfolgreiches Üben.

·      Heft und Füller liegen parat, der Tisch ist aufgeräumt, besser noch leergeräumt.

·      Alle Ablenkungen sind ausgeschaltet, die innere Einstellung ist bei Kind und Übungsleiter auf Übung und Diktat eingestellt.

·      Auch wenn Kinder es besser wissen wollen: Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass laufende Musik, Radio- oder Fernsehsendungen den Lernerfolg mindern!

·      Also: Radio etc. ausschalten!

·      Wir beschränken die Übungszeit auf 15-20 Minuten täglich.

 

 

Video-Diktat

Unsere Technik ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass ihr euch eure Diktate ganz leicht selbst diktieren könnt.

Nehmt euer Smartphone oder Tablet, schaltet die Kamera ein, stellt auf Video und lest das Diktat ganz langsam Satz für Satz mit Wiederholungen in die Kamera.

Ist das Diktat aufgenommen, könnt ihr die Kamera auf Wiedergabe schalten und euch das Diktat diktieren lassen. Sollte der eingesprochene Text zu schnell sein, unterbrecht ihr das Diktat mit der Pause-Taste. Ihr werden nach einigen Versuchen ein Gefühl für die optimale Eingabe-Geschwindigkeit entwickeln.

Abschließend gleicht ihr das Diktat dann auch mit der Vorlage ab. Fehlerwörter prägt ihr euch in richtiger Schreibweise ein. indem ihr sie auf ein Blatt oder auch einmal in die Luft schreibt.

 

Eine Note besser ohne zu lernen?

 

Macht Schluss mit den Achtlosigkeits-Fehlern!!!

Schüler müssen in ihrem Schulleben ganz schön was schaffen. Da ist eine Portion Lern-Ökonomie nicht von Schaden. Da kann es auch mal sinnvoll sein, seine Noten per Lern-Ökonomie aufzubessern.

Wenn wir uns die Art der Fehler in Diktate ansehen, stellen wir immer wieder fest, dass viele Fehler Wörter betreffen, die wir eigentlich schreiben können. Wir müssen nur beachten, was wir in der Schule gelernt haben!!!!

Ganz schnell werden solche Fehler als Flüchtigkeitsfehler abgetan. das sind sie aber nicht. Wenn ich beim Tippen ein 'e' vergesse, ist das ein Flüchtigkeitsfehler. Wenn ein Schüler aber beharrlich Satzanfänge und Nomen klein schreibt, sind das keine Flüchtigkeitsfehler. Das sind Achtlosigkeitsfehler!

Hier gilt es anzusetzen. Hier müssen wir die Achtsamkeit darauf lenken, unnötige Fehler zu vermeiden. Tun wir das mit einiger Konsequenz, werden unsere Diktate ruckzuck besser.

Wenn ihr also beachtet, was ihr in der Schule gelernt habt, könnt ihr eure Diktate ohne zu lernen, um eine, manchmal sogar um zwei Noten besser schreiben.

 

 Eine Note besser ohne zu üben? Das geht! Ganz einfach!

 

 

Ich verspreche nicht, dass ihr sofort zu besseren Schreibern werdet, wenn ihr diktate.com besucht und damit übt. Ich kann euch aber versprechen, dass ihr eure Diktate sofort um eine Note besser schreibt, wenn ihr meine Tipps beherzigt und anwendet. Wer bereit ist, die Tipps anzuwenden, wird Erfolg haben.

 

Goldene Regel 1 :

Wir hören genau hin. Wir schreiben lautgetreu nach Silben !

Die meisten unserer Wörter können wir lautgetreu erfassen und schreiben. Dabei ist es günstig, die Wörter beim Schreiben leise in Silben mitzusprechen.: Lin-de, Ba-na-ne, Ka-me-ra, Ta-sche, Mi-ra-bel-len-baum-wur-zel, Rei-se-koffer-an-hän-ger-e-tu-i, Ho-bel-ma-schi-nen-lie-fe-rant, etc . ...

 

Goldene Regel 2:

Wir checken fragliche Wörter mit der-die-das !

Mindestens 1/3 aller Fehler sind Groß-Klein-Fehler. Wissen wir nicht, ob ein Wort groß oder klein geschrieben werden, machen wir den der-die-das-Check. Mit dem der-die-dasCheck könnt ihr bis zu 30 % aller Fehler vermeiden. Stoßen wir auf ein fragliches Wort, verbinden wir es einfach mit der, die oder das. Sofort wissen wir, ob das Wort groß oder klein geschrieben wird: der Himmel, die Sonne, das Licht

 

Goldene Regel 3:

Wir verlängern das Wort.

Wenn wir nicht wissen, ob das Wort Wald am Ende mit d oder mit t geschrieben wird, verlängern wir es einfach: der Wald, die Wälder, der Hund, die Hunde, der Splint, die Splinte,

 

Goldene Regel 4:

Woher stammt das Wort ? Verwandte Wörter ?

Entsprechend finden wir auch heraus, ob König mit g oder k geschrieben wird: der König, die Könige, die Königin. Weitere nützliche Verlängerungen: Tank, tanken, Rad, Räder, Rat, raten, Tag, tagen, fragte, fragen. Vielfach hilft es auch, nach der Herkunft des Wortes zu fragen. Äste- Ast, Träger - tragen etc.

 

Goldene Regel 5

Und nun noch die wichtigsten Rechtschreib-Regeln. Man muss gar nicht alle Regeln präsent haben. Wer die wichtigsten und am meisten vorkommenden Regeln beachtet, ist schon auf der sicheren Seite. Hier sind sie.

Einfache aber wichtige Rechtschreibregeln

 

Richtig abschreiben

·      Wir schreiben richtig ab. Dazu schauen wir ganz genau auf das abzuschreibende Wort. Wir lesen es, prägen es uns ein, prägen uns notfalls die Buchstabenfolge oder auch eine besondere Schwierigkeit ein und übertragen das Wort richtig in unser Heft.

·      Wenn wir einzelne Wörter richtig abschreiben können, merken wir uns zwei oder drei Wörter, prägen sie uns ein und übertragen Sie ins Heft.

·      Wenn wir auch das beherrschen, gehen wir daran Satzabschnitte oder Teilsätze von der Vorlage ins Heft zu übertragen.

·      In der letzten Stufe lernen wir, einen kompletten (nicht allzu langen) Satz fehlerfrei von der Vorlage in das Heft zu übertragen.

Nomen / Substantive und Namen werden groß geschrieben

Übung: Drucke die Wörter aus  Schreibe die Nomen groß  Schreibe die Nomen in Einzahl und Mehrzahl.

maus, haus, jacke, braun, schnee, rose, nein, welt, tag, straße, wasser, nase, bein, nicht, affe, bellen, marder, bussard, vater, mutter, schwester, lästern, fest, tragen, dach, wach, wachs, lachs, regen, hagel, schnee, kehren, fegen, schlafen, faul, kasse, tasse, leben, segen, regen, regnen, rallye, halten, halt, halde, schwalbe, nest, fliegen, fliege, lehm, eier, stall, tiere, vieh, viel, hose, gürtel, knopf, umschlag, tasche, flasche, träne, tran, weinen, tragen, untragbar, fähigkeit, unfähig, hals, halsbrecherisch, satellit, antenne, rakete, abheben, raumfahrt, all, alle, tafel, tafeln, tasse, teller, messer, gabel, gabeln, löffel, löffeln, schneiden, untertasse, unterhose, unten, uran, urahn, vergangen, vergangenheit, kette, keller, kasten, kaninchen, karnickel, käse, kater, katze, verkatert.

Zur Übung schreibst du die Beispiele ab und findest selbst so viele zusätzliche Beispiele, bis du die Großschreibung sicher beherrschst.

  

Verben und Adjektive werden groß geschrieben, wenn sie wie Nomen gebraucht werden.

In Verbindung mit zum/beim/vom/am schreibt man auch Verben groß  Vom Laufen wird man fit !  Beim Schwimmen erholt man sich.  Zum Surfen braucht man ein Surfbrett. Er war gerade am   Schrauben, als die Bohrmaschine versagte. Verben werden groß geschrieben, wenn man sie wie ein Nomen gebraucht.

Beispiele:

Das Essen war wieder einmal hervorragend.

Das Klopfen weckte die Großmutter auf.

Das Kratzen konnte nur von einer Maus herrühren.

 Adjektive werden groß geschrieben, wenn sie wie Nomen gebraucht werden

·      Er log das Blaue vom Himmel herunter.

·      Die Klügste bekam den Preis.

·      Der Langsamste lief erst um 18 Uhr durchs Ziel.

 

 

Wir merken uns:  

·      Das jeweils erste Wort eines Satzes, einer Überschrift wird groß geschrieben.

·      Nomen/Substantive werden groß geschrieben. ( der, die, das )

·      Substantivierte Wörter, also Wörter, die zu Substantiven gemacht werden, werden groß geschrieben. Z.B. das Joggen, das Böse, etc.

·      Wer diese Regeln beachtet, kann kaum noch Fehler machen.

 

 s, ss oder ß - Die große Regel:

·      Je nachdem , ob der s-Laut weich oder scharf gesprochen wird schreiben wir s, ß oder ss.: Gras, Gräser, Buße, Busen, Fass, Fässer, .....

·      Einfache S-Laute schreiben wir mit s: Rasen, Hase/n, Faser, ....

·      Am Anfang eines Wortes steht nie ß

·      Scharfe S-Laute schreiben wir mit ß : Fuß, Füße, Ruß, Maß, Maße, ...

·      Kurz und scharf gesprochen S-Laute schreiben wir mit Doppel-s: Fluss, Fass, Fässer, Hass, ....  Mehr dazu und die ersten Übungen später

 

Silben trennen macht Kindern Freude

Wir gehen ganz langsam an das Thema heran, indem wir immer wieder Wörter in ihren Silben getrennt sprechen und dabei mehr oder minder laut klatschen. Ganz auf die sanfte Art entwickelt ihr ein sicheres Gefühl für die Trennung der Buchstaben. Wir kommen dabei fast ohne Regeln aus. Lasst uns einfach beginnen: Sprecht das Wort Mandarine in Silben: Man-da-ri-ne  Klatscht dabei leise in die Hände: Man-da-ri-ne  Auf diese Weise entwickelt ihr ein Gefühl dafür, wie Wörter getrennt werden.

 

 

 

Wichtige Regeln zum richtigen Trennen:

·      Wir trennen nach Gehör und Gefühl: Ball-wurf, Ha-sen-fuß, ...

·      Wörter, die aus nur einer Silbe bestehen, trennt man nicht: Moos, ein, aus, Huhn, ....

·      Einzelne Buchstaben am Wortanfang dürfen jetzt auch getrennt werden. A-horn.

·      Wir trennen Doppelbuchstaben: Af-fe

·      Wir trennen Doppelbuchstaben nicht, wenn dies einen falschen Sinn ergibt: Fas-sdeckel, ...

·      Das ck bleibt zusammen : Ha-cke, Ba-cke

Wer diese Regeln beherzigt, trennt fast alle Wörter richtig.

Ein Tipp aus der Praxis für die Praxis

Im Zweifelsfall trennt ihr einfach nicht, sondern schreibt das Wort in die nächste Zeile. Denn: Wer nicht trennt, macht auch keine Trenn-Fehler.  Das geht natürlich nicht bei einer Deutsch-Arbeit, die die richtige Silbentrennung abfragt. In allen anderen Texten ist man mit dieser Regel fein raus. Im Zweifelsfall trenne ich ein Wort nicht.

 

 

Satzzeichen: Punkt und Komma

Satzzeichen helfen, Texte klar und unzweideutig zu gliedern. Sie unterstützen das schnelle und sichere Erfassen und Lesen des Textes. Ohne Satzzeichen liest es sich wesentlich schwerer.

Die wichtigsten Satzzeichen sind

·      Punkt

·      Doppelpunkt

·      Ausrufezeichen

·      Fragezeichen

·      Komma und Semikolon

·        Gänsefüßchen