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Wolfgang Heller
35789 Weilmünster im Taunus

Einfach heller lernen

 

Erasmus Offenbach
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GS Weilmünster
 

MiniUni

MiniUni wird meine Hobby-Seite

 

Texte zum Lesen, Schreiben, Verstehen, .....

 

Statt sich im Unterricht Wochen mit einem Thema zu befassen, habe ich es geliebt, möglichst viele Themen anzusprechen. Die dafür aber etwas kompakter. Gerne habe ich dazu Sachunterricht und Deutschunterricht vernetzt und da, wo es sinnvoll und wichtig war, auch die Mathematik noch eingebunden. das Ergebnis war ein meist recht spannender Unterricht, der mir genau so wie den Schülern Spaß gemacht hat.

Ich hatte auch nie Probleme, einen Unterrichtsplan einfach zu verwerfen, wenn morgens im Radio  über ein besonders aktuelles und interessantes Thema  berichtet wurde.  Noch auf dem Weg zur Schule habe ich mir die Struktur der Stunde zurechtgelegt. So konnte ich ungezählte topaktuelle Stunden unterrichten. Ich denke, diese Art des freien Arbeitens hat mir die Freude am Unterrichten bis heute erhalten. Deshalb wird die Seite MiniUni auch nicht konsequent von vorne nach hinten geschrieben. Ich sehe sie als so eine Art Sammelordner für interessante, wissenswerte und aktuelle Themen.

Besser schreiben - mehr wissen - Vernetztes bzw. vernetzendes Lernen

Das tapfere Schneiderlein ist dafür bekannt, dass es 3 Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat. Ich habe gelernt, dass man in der Schule keine Gelegenheit vergehen lassen darf, ohne sie möglichst effizient zu nutzen. Deshalb schreibe ich meine Diktate gerne mit Mehrfachnutzen.  Den nachfolgenden Text könnt ihr ganz oder teilweise schreiben, ihr könnt euch ganz viele neue Wörter herausziehen und einprägen, ihr erfahrt etwas über die kleine Eiszeit der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts  und ihr erfahrt, dass die Not dieser Eiszeit die Französische Revolution ausgelöst hat. Und die wiederum hat entschieden, die alten Körpermaße endlich durch ein modernes Maßsystem zu ersetzen. All das nenne ich vernetztes oder vernetzendes Lernen. WH, 5.5.2021

Um euch die Geschichte unseres Meters als ein wenig zu veranschaulichen, habe ich einen Ausschnitt unseres Zahlenstrahls fotografiert und den Zeitpunkt der Französischen Revolution eingetragen. Die französische Nationalversammlung hat damals entschieden, ein modernes Maß einzuführen.  Mit meiner Schrift auf dem I-Pad bin ich noch nicht zufrieden. Ich arbeite daran.

 

Von der Erfindung des Meters

Etwa zu der Zeit, als Kolumbus nach Amerika aufbrach, kühlte sich das Klima ab. Es begann die sogenannte Kleine Eiszeit. In den Alpen und in Nordeuropa dehnten sich die Gletscher aus. Die Winter wurden länger und kälter, die Sommer kürzer, kühler und regenreicher. Viele Menschen in Europa litten Hunger und Not. Ganz extrem wurde es in den Jahren 1788 und 1789 in Frankreich. Selbst die Bauern litten Hunger und Not. Nur die Speicher der Klöster und Schlösser waren noch halbwegs gefüllt.

 

 

Nachdem die Brotpreise dann so hoch stiegen, dass die Bürger sie kaum mehr bezahlen konnten, verlangten sie vom französischen König Ludwig XVI,  im Parlament mehr mitbestimmen zu dürfen. Als der König und der Adel das zu verhindern  versuchten, verloren die Bürger die Geduld. Am 14. Juli 1789 stürmten sie die Bastille, ein berüchtigtes Gefängnis in Paris. Sie suchten dort nach Pulver und Waffen für ihre Revolution. Die Französische Revolution wurde dann so grausam, aber auch erfolgreich, dass sie ganz Europa veränderte. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit stehen noch heute als Begriffe für diese Revolution.

Nachdem der König hingerichtet war, bestimmte fortan die Nationalversammlung, also das Parlament, die Politik. Eine der ersten Entscheidungen war die Abschaffung der alten Körpermaße, Fuß, Spanne, Schritt, Elle usw.  Sie sollten durch eine neues Maßsystem ersetzt werden.  Es dauerte noch fast ein Jahrzehnt, bis die Entscheidung umgesetzt war. Aber dank dieser mutigen Entscheidung des französischen Parlaments messen wir heute fast überall auf der Welt mit den Maßen, die damals festgelegt wurden.

Es war ein langer und interessanter Prozess, bis der erste Urmeter in seiner Länge festgelegt war. Die Wissenschaftler einigten sich darauf, den Meter als den 10.000.000 (zehnmillionsten) Teil der Entfernung zwischen Nordpol und Äquator festzulegen. Deshalb können wir auch heute sagen. Der Meter ist der 40.000.000 (vierzigmillionste) Teil des Erdumfangs. Weil die Erde keine gleichmäßig runde Kugel ist, schlichen sich kleine Fehler ein. Deshalb sagen die Forscher heute:  Ein Meter ist die Strecke, die das Licht in einer 300millionsten Sekunde zurücklegt. Ganz schön kompliziert.

Damit auch alle zukünftig den Meter und seine Ableitungen Zentimeter, Millimeter und Kilometer nutzen, wurde schon 1793 ein Urmeter aus Messing hergestellt. Der war in Paris im Nationalmuseum aufbewahrt. Alle Länder, die das Metermaß einführen wollten, ließen sich eine Kopie anfertigen. Hundert Jahre später wurden ein neuer Urmeter und 30 Kopien gefertigt. Der Urmeter lagert auch weiter in Paris. Die 30 Kopien wurden an interessierte Länder verlost. Deutschland  erhielt ein Exemplar für sich und eines für  Bayern.  Beide Exemplar lagern heute in Braunschweig in der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt. Heute messen die meisten Länder der Welt mit dem Meter, der vor über 200 Jahren in Paris als gemeinsames Maß festgelegt wurde.

 

Unsere Geschichte in aller Kürze - Texte zum Lesen, Schreiben und Verstehen

Auch wenn Geschichte in ihrer reinen Form aus der Schule verbannt ist, halte ich es für wichtig und durchaus spannend, angefangen von der 4. Klasse an, ein wenig in unsere Geschichte zurückzublicken.

Immer, wenn mir mal der Sinn danach steht, schreibe ich hier ein Kapitel weiter. So werden wir nach und nach so eine Art Geschichts-Leiste entwickeln, an der man unsere Geschichte ganz einfach ab- und nachlesen kann.

Alle folgenden Texte sind noch nicht endgültig überarbeitet. Ihr könnt sie aber schon nutzen.

 

Wann beginnt eigentlich unsere Zeitrechnung?

Die Menschen haben sich schon früh mit dem Kalender und der Zeitrechnung befasst. Vor allem die alten Ägypter waren schon sehr erfahren in der Gestaltung und Nutzung von Kalendern. Von ihnen hat sich Julius Cäsar den Kalender abgeguckt und 47 vor Christus den Julianischen Kalender, der nach ihm benannt wurde, verbindlich gemacht. Verblüffend ist, dass schon der Julianische Kalender vor über 2.000 Jahren von der Länge eines Jahres von 365 Tagen und 4 Stunden ausging. Das ist bis auf 11 Minuten und 14 Sekunden genau die Zeit, die wir auch heute nach über 2000 Jahren unserem Kalender zugrunde legen.

  

Wann beginnt der Kalender ?

Unser Kalender, also der christliche Kalender beginnt am 1. Januar im Jahre 1 um 0 Uhr. Ein Jahr 0 gibt es nicht. Mit der 1. Minute am 1. Januar startete damals das Jahr 1 nach Christus. Diesen Beginn haben die Kalendermacher so festgelegt. Es gibt aber auch andere Startpunkte für den Kalender. In oströmischen Kalendern wird vielfach die Gründung Roms als Startpunkt für den Kalender angenommen. Die Gründung Roms liegt 753 Jahre vor Christi Geburt. Damit würde ein Kalender, der dieses Datum als Start nutzt, jetzt das Jahr 2018 + 753, also 2771 zählen. Bis vor 500 Jahren hat man sogar die Erschaffung der Erde als Zeitpunkt für den Start des Kalenders angesetzt. Die Erschaffung der Erde soll in den christlichen Kalendern bei 5184 Jahren vor Christus liegen, im jüdischen Kalender 3761 wird die Erschaffung der Erde zum Zeitpunkt von 3761 Jahren vor Christi Geburt angenommen.

 

Was bedeutet eigentlich Christi Geburt ?

Wenn wir ein Datum mit dem Begriff Christi Geburt verbinden, beziehen wir uns auf das Jahr, das als das erste Jahr deschristlichen Kalenders festgelegt wurde. Der beginnt am 1. Januar im Jahre 0001 um 1 Minute nach Mitternacht. Das ist aber nicht die tatsächliche Stunde, zu der Jesus geboren wurde. Das ist ein festgelegter Zeitpunkt, weil wir nicht wissen, wann Jesus genau geboren wurde.

Wenn man bei Wikipedia nach dem Beginn der Zeitrechnung fragt, erhält man die unterschiedlichsten Antworten. Da steht geschrieben, dass Papst Gregor der Große, der vor etwa 1500 Jahren lebte, die Erschaffung der Welt vor 5184 Jahren als Beginn der Zeitrechnung annahm. Ein irischer Theologe verlegte die Erschaffung der Erde auf 4004 Jahre von Jesus Christus Geburt. Der jüdische Kalender geht von der Schöpfung der Erde aus, die 3761 Jahre vor Christi Geburt stattgefunden haben soll.

Papst Gregor XII.I ließ 1583 die Erschaffung der Erde auf 3950 Jahre vor Christi Geburt festlegen.

Unsere christliche Zeitzählung beginnt dann schließlich mit der Geburt Jesu. Die ist für die 1. Minute des 1. Januar des Jahres 1 angenommen. Von da an zählt die Zeit.

 

Wann ist Jesus geboren ?

In der Bibel steht geschrieben, dass die Eltern Jesu anlässlich einer Volkszählung nach Nazareth wanderten, um sich dort zählen zu lassen. Dort soll Jesus in einem Stall geboren sein. In welchem Jahr das war, können die Forscher bis heute nicht genau sagen. Es gibt aber verschiedene Indizien. Zu der Zeit, als Jesus geboren wurde soll ein heller Stern am Abendhimmel gesehen worden sein. Astronomen können solche Ereignisse ziemlich genau berechnen. Über den Jahreswechsel der Jahre 12/11 zog der Halley'sche Komet über den Abendhimmel. Im Jahre 7 vor Christus gab es eine Konjunktion von Jupiter und Saturn, die besonders hell am Himmel schien. Im Winter der Jahre 5 auf 4 zog eine helle Supernova über den Himmel und im Winter 2 auf 3 gab es eine besonders helle Konjunktion von Jupiter und Venus. Bis heute können sich die Forscher aber nicht auf ein Ereignis einigen, zu dem Jesus geboren sein könnte.

Aus der Geschichte wissen wir aber auch andere Fakten. Wir wissen von Johannes, dem Täufer, der zu Zeiten des Herodes lebte. Und wir wissen auch, dass Herodes ein jüdischer König war, der zu Zeiten des römischen Kaisers Augustus lebte. Bekannt und belegt ist auch, dass König Herodes im Jahre 4 vor Christus starb. Dazu ist bekannt, dass Herodes einige seiner Söhne und andere junge Männer vor Gericht stellen und hinrichten ließ, weil sie ihm nach dem Leben trachteten.

 Wenn Jesus zu der Zeit geboren wurde, als sich seine Eltern in Nazareth zur Volkszählung aufhielten, müsste er im Jahre 6 nach Christus geboren sein. Denn in diesem Jahr fand eine Volkszählung im Römischen Reich statt. Das wissen wir aus römischen Schriften, die zeitlich genau eingeordnet werden können.

Interessant ist, dass der christliche Kalender Äthiopiens dieses Jahr als Geburtsjahr Jesu annimmt. Zumindest können wir annehmen, dass Jesus irgendwann zwischen den Jahren 10 vor Christus und 6 nach Christus geboren ist.

Letztlich spielt es keine Rolle, genau zu wissen, wann Jesus geboren wurde. Wichtig ist zu wissen, wie er mit seinem Leben und seinem Tod den Lauf der Weltgeschichte beeinflusst hat. Auch das ist ein wichtiges Kapitel Geschichte.

Wir beginnen unsere kleine Diktatsammlung zur Geschichte mit Julius Cäsar und Kaiser Augustus. Sie lebten zur Zeitenwende, wie man den Wechsel der Zeit vor und nach Christus auch bezeichnet.

 

Julius Cäsar

Julius Cäsar wurde 100 Jahre vor Christi Geburt geboren. Als Sohn aus einer vornehmen Familie, strebte er schon früh das hohe Amt eines Consuls an. Die Senatoren wollten das aber verhindern. Mit der Hilfe mächtiger Freunde erreichte Cäsar schließlich doch sein Ziel…. . Im alten Rom war geregelt, dass ein Consul nur ein Jahr amtieren durfte. Dann musste er einem neuen Consul Platz machen. Weil Cäsar aber während seiner Zeit als Consul immer wieder gegen Gesetze verstieß, drohte ihm am Ende seiner Zeit als Consul eine Strafe. Trickreich wie er war, schaffte er es, als Statthalter von Gallien straffrei zu bleiben. Über ein Jahrzehnt war er als Statthalter in Gallien unterwegs und unterwarf alle gallischen Stämme. Seine Gegner waren da die Vettern von Asterix und Obelix.

Nach fast zehn Jahren wurde Cäsar von seinem Amt als Statthalter Roms in Gallien nach Rom zurückgerufen. Seine Soldaten sollte er in Gallien zurücklassen. Cäsar war aber klar, dass ihm in Rom eine Anklage wegen Gesetzesbruch drohte. Deshalb überschritt er zusammen mit seinen Soldaten 49 v.C. den Fluss Rubikon. Das war eine Kriegserklärung an den römischen Senat. Es folgte ein Bürgerkrieg, den Cäsar gewann. Als Diktator herrschte er dann die nächsten 5 Jahre in Rom.

Der Krieg gegen seinen Widersacher Pompeius führte ihn bis nach Ägypten. Hier lernte er nicht nur Cleopatra sondern auch den ägyptischen Kalender kennen. Als ‚Julianischen Kalender‘ führte er ihn dann auch im Römischen Reich ein.

Die Senatoren konnten es nicht verwinden, dass Cäsar immer wieder gegen die geltenden Gesetze verstieß. Sie verabredeten sich deshalb, ihn gemeinsam während einer Senatssitzung zu ermorden. In den Iden des März umringten sie ihn während einer Senatssitzung und stachen ihn gemeinsam nieder.

 

Kaiser Augustus

Augustus war ein Großneffe Cäsars. Als er von dessen Tod hörte eilte er nach Rom. Dort erfuhr er, dass Cäsar ihn als Sohn adoptiert hatte und zu seinem Alleinerben gemacht hatte. Währenddessen griff Cäsars Mitconsul und Unterfeldherr Marcus Antonius nach der Macht in Rom. Das gefiel den römischen Senatoren gar nicht. Sie statteten Augustus mit Geld, allen Vollmachten und ausreichend Soldaten aus und schickten ihn in den Kampf gegen Marc Anton. 43 v.C., ein Jahr nach Cäsars Tod, schlug Augustus Marc Anton in der Schlacht von Mutina.

Nach der siegreichen Schlacht erzwang Augustus seine erneute Ernennung zum Consul. Marc Anton hatte zwar wieder neue Legionen um sich versammelt, sah aber, dass er gegen Augustus zu diesem Zeitpunkt keine Chance hatte. Deshalb verbündete er sich jetzt mit ihm und einem weiteren Feldherrn zum zweiten Triumvirat. Gemeinsam teilten sie das römische Reich unter sich auf.

 

 

Aber Augustus wartete nur auf die Gelegenheit, Alleinherrscher zu werden. Einen seiner Verbündeten aus dem Triumvirat hatte er schon entmachtet. Nun stand auf dem Weg zur Alleinherrschaft nur noch March Anton im Weg. Die Gelegenheit, auch Marc Anton aus dem Weg zu räumen ergab sich, als dieser sich von seiner römischen Frau scheiden ließ und eine Beziehung mit Kleopatra einging. Als Marc Anton dann auch noch Caesars Sohn mit Cleopatra zum Erben eines Teils des römischen Reichs einsetzte und auch noch Cleopatras Söhne, erhielt Augustus vom Senat den Auftrag, Marc Anton und dessen Heer zu vernichten und Ägypten als Provinz in das römische Reich einzugliedern. Nach einer heftigen Seeschlacht und eine langen Blockade von Marc Antons Flotte siegte Augustus. Als Augustus dann auch noch das ägyptische Alexandria einnahm, begingen Marc Anton und Kleopatra Selbstmord um nicht im Triumphzug durch Rom geführt zu werden. Ägypten wurde römische Provinz. Im Jahre 29 v. C. endete der fast 100-jährige Bürgerkrieg.

Die nächsten Jahre nutzte Augustus, um die innere Ordnung im Römischen Reich wieder herzustellen. Der Senat erhielt seine Macht zurück, es wurden auch jährlich wieder neue Konsuln bestimmt und auch die während der Wirren der Bürgerkriege ausgesetzten Gesetze wurden wieder in Kraft gesetzt.

Augustus nutzte die Zeit aber auch, um für sich eine besondere Position zu schaffen. Mit dem Zusatz Cäsar zu seinem Namen, war er so eine Art erster Kaiser, hielt sich dabei jedoch klugerweise im Hintergrund, um den Römern das Gefühl zu lassen, die Republik sei wieder eingerichtet. Allerdings unter dem Schutz und der Aufsicht Oktavians.

Oktavian ordnete und erweiterte das Römische Reich nach Norden nach Norden und nach Westen bis weit nach Spanien hinein. Die Römer überschritten auch den Rhein, wurden aber im Jahre 9 von ihrem Schüler Arminius im Teutoburger Wald vernichtend geschlagen.

Augustus starb im Jahre 14. Vorher hatte er schon seinen Stiefsohn Tiberius zu seinem Nachfolger bestimmt.

Ihm folgten zahlreiche Cäesaren mit teils klangvollen Namen wie Caligula, Nero, Vespasian, Hadrian, Marc Aurel, Aurelian, Diokletian bis hin zu den gotischen Königen Odoaker und Theoderich.

Odoaker und Theoderich waren schon keine gebürtigen Römer mehr sondern Stammesführer der Goten, die ihren Regierungssitz auch nicht mehr in Rom, sondern an der Adria in Raben, dem heutigen Ravenna hatten.

Mit ihnen endete das Römische Reich zwar nicht, doch nach ihnen verlor vor allem Westrom immer mehr an Macht und Einfluss, während Ostrom mit seiner Hauptstand Byzanz noch über ein Jahrhundert ordnende Macht am östlichen Mittelmeer blieb.

Im Westen verschob sich das Machtzentrum langsam von Italien nach Frankreich und Deutschland, wo das das Reich der Franken unter Karl dem Großen um 800 n. C. sich zum mächtigen Römischen Reich Deutscher Nation entwickelt.

Doch davon später.

 

Rückblick auf die Gründung Roms

Wie und wann Rom gegründet wurde, wissen wir nur ungefähr. Die Sage berichtet, dass Aeneas, einer der Prinzen von Troja, aus dem brennenden Troja flüchtete, über Karthago die italienische Halbinsel erreichte und dort von den Göttern bestimmt,  eine Siedlung gründete, aus der Rom entstand.

 

 

Da gibt es auch noch die spannende Sage von Romulus und Remus, den Zwillingen göttlichen Ursprungs, die im Tiber ausgesetzt wurden, von einer Wölfin gesäugt und von dem Hirten Faustulus gerettet und aufgezogen wurden und später Rom aufbauten. Die Geschichte endet damit, dass Romulus seinen Bruder Remus erschlug, als dieser über dessen Stück der Stadtmauer spottete.

 

Der Sage nach wurde Rom im Jahr 753 vor Christus gegründet.

Wir wissen auch, dass in Rom über die folgenden 200 Jahre Könige herrschten und dass dann um 500 vor Christi Geburt zur Republik wurde.

Die Republik wurde regiert von einem Senat, dessen Mitglieder sich aus den vornehmen Familien der Stadt, den Patriziern, zusammensetzte. Die Senatoren wählten jeweils für ein Jahr zwei Konsuln. Die regierten Rom für diese Zeit, mussten aber zum Ende des Jahres zurücktreten, um zwei neu gewählten Konsuln die Macht zu überlassen. Die Wahl und die Regierungszeit der Konsuln war gesetzlich festgeschrieben. Kein Konsul durfte zwei Jahre hintereinander regieren. Erst nach einem Jahr Pause konnte er sich wieder bewerben. So verhinderte die Römer, dass ein Konsul die Macht über die Stadt an sich reißen konnte.

Nur in gefährlichen Zeiten bestimmte der Senat einen Diktator, der für die Zeit der Gefahr die Stadt und die Legionen führen durfte. War die Zeit abgelaufen, musste der Diktator seinen Auftrag zurückgeben.

 

Die Sage von der Gründung Frankfurts

 

Ich bin Hesse, wohne nahe Frankfurt, habe deswegen eine besondere Beziehung zu Frankfurt und seiner Geschichte. Ein Element der Frankfurter Geschichte ist die Sage über die Entstehung von Frankfurt. Ich erzähle sie euch hier.

Vor langer Zeit lagen die Sachsen und die Franken im Krieg miteinander. König Karl wollte die Sachsen zum Christentum bekehren. Die weigerten sich aber, ihre Religion aufzugeben. Immer wieder gab es Kämpfe und Schlachten. In einer der Schlachten waren die Sachsen übermächtig. Karl und sein Heer drohten zu verlieren. Im  aufkommenden Nebel zogen sich die Franken nach Norden zurück. Ein großer Fluss hielt sie auf. Karl betete um Hilfe und Rettung. Da verdichtete sich der Nebel. Aus dem Nebel trat eine weiße Hirschkuh mit Kalb, die den Fluss, es war der Main, mit ihrem Kalb an einer flachen Stelle überquerte. Karl erkannte das himmlische Zeichen und folgte mit all seinen Männern der Hirschkuh über die Furt auf die andere Seite des Flusses. Dort schlug er sein Lager auf. Als die Sachsen den Fluss erreichten, konnten sie keinen Übergang finden. Die Franken waren gerettet. Zum Dank für die Rettung, nannte Karl den Ort der Franken Furt, also Frankfurt. Als er dann später die Sachsen geschlagen hatte und zum Christentum bekehrt hatte, ließ er hier eine Pfalz, also eine Burg errichteten. Als Kaiser besuchte Karl der Große vor 1200 Jahren immer wieder seine Pfalz in Frankfurt.