Der Screenshot einer früheren Version der www.grundschule.com mit den Lernzielen in Mathe:
Unsere Lernziele in Mathe von Klasse 1 - 4
Für meine erste Version der www.grundschule.com habe ich vor Jahren die Lernziele im Fach Mathematik über die 4 Schuljahre mal anschaulich dargestellt. Das Bild ist ein Screenshot von damals. Deswegen die Unschärfen. Gelegentlich frische ich es mal auf. Was mir auch wichtig war: Die farbige Markierung und die Verwendung von Klettersteinen als Symbole für den Fortschritt im Lernprozess.
Mit dieser Dezimal-Tabelle lernen wir alle Zahlen lesen und schreiben. Aber das ist erst etwas für Kids der 4 Klasse.
In den letzten Wochen habe ich den Mathekurs für die 4. Klasse überarbeitet und in drei verschiedenen Formaten gestaltet. Ich habe mich schließlich für das Format DIN A 4 hoch entschieden. Es passt zwar nicht so perfekt auf den Monitor, hat aber bei der Bearbeitung der einzelnen Seiten und auch als Kursheft seine Vorteile.
Dazu lässt es sich später auch ganz einfach zum E-Book umsetzen. Hier auf der WebSite werdet ihr wie bisher die kostenlose Kurzversion des Kurses finden. Für Eltern und Kinder, die einen intensiveren Kurs suchen, bereite ich einen Intensivkurs vor.
Wolfgang Heller, März 2026
Hallo Kids, hallo ...
Erfolgreiches Lernen verlangt systematisches, übersichtliches und verständliches Herangehen. Deshalb bin ich gerade dabei, 4 Kurshefte für die einzelnen Klassenstufen der Grundschule zu entwickeln,
mit denen Kinder alle Lernziele der jeweiligen Stufe erreichen können. Lehrinnen, Lehrer und Lern-Assistent/inn/en sollen damit konsequent und Schritt für Schritt unterrichten können. Eltern,
Großeltern und Geschwister sollen mithelfen können. Die klare Konzeption der Kurshefte soll für den Förderunterricht hilfreich sein und Migranten helfen, die Lernziele der Grundschule zu erreichen.
Große, aber durchaus erreichbare Ziele. Wolfgang Heller, März 2026
Unser Lernziel: Fit in Mathe, fit für den Übrgang zur weiterführenden Schule.
Was heißt hier 'perfekt'?
Anders als beim Schreiben kann ich hier von 'perfekt' reden. Die Grundrechenarten sind in ihren Teil-Lernzielen klar definiert und begrenzt. Deshalb ist es
problemlos möglich, die einzelnen Grundrechenarten perfekt zu lernen!
In meinem früheren schulischen Leben habe ich in den 4. Klassen darauf gedrungen und auch keine Ruhe gegeben, bis alle Kinder einer Klasse grundrechnen konnten. Natürlich gab es weiterhin
Unterschiede in Schnelligkeit und Genauigkeit. Es verblieb aber kein Schüler, der Standardaufgaben der Grundrechnung nicht rechnen konnte.
Bevor wir anfangen, möchte ich mit zwei Vorurteilen aufräumen.
Die Mathe-Lernziele der Grundschule können bzw. könnten, ein strukturierter und konsequenter Unterricht vorausgesetzt, so gut wie alle Kinder erreichen. Mehr dazu später.
Unser Matheheft Nr. 28
In meinen Augen und in meinem Unterricht haben sich Mathehefte mit der Nummer 28 in der 3. und 4. Klasse bestens bewährt. Es spielt dabei keine Rolle, von welchem Hersteller das Heft kommt. Die Kästchen sind 5 mm groß und eignen sich damit auch gut fürs geometrische Zeichen. Ganz wichtig ist der praktische Rand. Wir rechnen zwischen den Randlinienen. Die Ränder bleiben frei. Sie werden auf Wunsch fürs Datum oder Anmerkungen genutzt.
Durchgehende Kästchen und orientierende Randlinien machen das Heft übersichtlich. Wir rechnen und zeichnen innerhalb der beiden dicker gedruckten Linien. Die Ränder verwenden wir z.B. fürs Datum, für Aufgaben-Nummern, kleine Anmerkungen, Korrekturen usw.
Die Heftführung:
Wir beginnen die Seiten oben in der Ecke und lassen nach oben und links 1-2 Kästchen Abstand. Zwischen den Aufgaben lassen wir ebenfalls 2 Kästchen Abstand. Wir nutzen die Seite komplett aus. Wir schreiben übersichtlich und verschwenden keinen Platz! Das sind wir unserer Umwelt schuldig.
Unser Werkzeug
(Das Bild dazu folgt noch)
Für Mathe brauchen wir ein Matheheft, zwei immer spitze Bleistifte, einen Spitzer, 1 Radiergummi, ein langes 30cm-Lineal, ein Geodreieck, Füller oder Liner und Tintenlöscher und Buntstifte in den Grundfarben rot, blau, gelb, grün und braun. Für Geometrie brauchen wir zusätzlich noch einen feststellbaren Zirkel.
Ihr könnt euch die nachfolgenden Seitenbilder mit den Zahlenstrahlen herunterladen, abspeichern, ausdrucken, ausschneiden und zum Lernen zusammenkleben.
Zahlenstrahl und Dyskalkulie
Was haben Zahlenstrahl und Diskalkulie miteinander zu tun ? Mehr, als sich die meisten vorstellen können. Ich könnte auch sagen: Fast alles ! Wenn Kinder sich im Rechnen nicht zurechtfinden, ist man schnell bei der Hand und stuft sie als Kinder mit Dyskalkulie ein. Diese 'schnelle Diagnose' entwickelt sich bald zur Grundlage für eine Lawine aus Frust, Maßnahmen und Therapien.
In meinem langen Lehrerleben habe ich viele Klassen gesehen. Klassen mit Mathe-Problemen haben in allen Fällen eines gemeinsam: In Klassen mit Mathe-Problemen wird nicht oder nicht ausreichend 'kopf-gerechnet'.
Es gibt viele Gründe, dass in Klassen nicht 'kopfgerechnet' wird. Da scheint zu wenig Zeit verfügbar zu sein, da passt es gerade nicht, weil ein Projekt wichtiger scheint, da hat auch der Lehrer mal keine Affinität zum Kopfrechnen usw.
Fest steht aber: Wo Kopfrechnen nicht gepflegt wird, entwickelt sich selten auch die gewünschte mathematische Flexibilität. Das hat ein paar gute Gründe:
Klappt perfekt! Tausendmal geübt, tausendmal erlebt !
Ich erlebe immer wieder, dass wichtige Aspekte der Grundschul-Mathematik in den letzten Wochen der Schuljahre, insbesondere des 4. Schuljahres noch 'schnell durchgenommen' werden, damit sie zumindest behandelt sind und im Klassenbuch eingetragen werden können.
Dieses späte Überfliegen wichtiger Lernziele sehe ich als eine der Ursachen der späteren Schwierigkeiten in Mathematik in den weiterführenden Schulen. Der 'Stoff' ist zwar durchgenommen und ordnungsgemäß im Klassenbuch vermerkt, der 'Stoff' ist aber nicht wirklich verfügbar, weil die Zeit nicht mehr reichte, Automatismen und Routinen zur sicheren Beherrschung zu entwickeln.
Das Problem ist mir schon als jungem Lehrer in der Schule aufgefallen und aufgestoßen. Deshalb mich nur begrenzt an die Reihenfolge der Lernziele in den Schulbüchern gehalten. Auch nicht an die vielfach erstellten Jahrespläne der Fachkonferenzen.
So schnell es ging, lernte ich mit meinen Schülern im 4. Schuljahr die 4 Grundrechenarten. Der Zeitraum dafür war das 1. Trimester vom Schuljahresanfang bis Weihnachten. Nach Weihnachten haben wir dann die 4 Grundrechenarten noch einmal kurz aufgefrischt, um dann mit diesen Kompetenzen ganz viele Sachaufgaben zu rechnen und so die Grundrechenarten zu perfektionieren.
Das Interessante daran: Auch spätere Hauptschüler werden auf diese Weise gute bis perfekte Grundrechner, weil jede richtig gerechnete Aufgabe zugleich Erfolgserlebnis und Motivation ist. Ich konnte Hauptschüler unterrichten, die so manchen Abiturienten im Alltagsrechnen die Absätze zeig/t/en.
Durch die früh erreichten Kompetenzen in den wichtigsten Lernzelen des Schuljahres ergab sich zudem ein sehr freier und entspannter Unterricht. Die Schüler aller Leistungsklassen erfuhren täglich ihr positives Feedback, weil sie das, was wir durchnahmen, dank der soliden und verfügbaren Grundlagen verstanden und anwenden konnten.
Et ceterum censeo: Jeder Hauptschüler hat das Potential zum guten Grundrechner !!!
Das konnte ich immer wieder erleben und praktizieren!
Zum Abschluss dieser Seite meine steile Behauptung:
In einem strukturierten und gut durchgeführten Mathematik-Unterricht bleibt Dyskalkulie das, was es ist: Ein Fremdwort !!!