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Wolfgang Heller
35789 Weilmünster im Taunus

Einfach heller lernen

 

Erasmus Offenbach
Erasmus-Offenbach
GS Weilmünster
 

Willkommen in der Mathe-Grundschule

Der Screenshot einer früheren Version der www.grundschule.com mit den Lernzielen in Mathe:

 

 

Unsere Lernziele in Mathe von Klasse 1 - 4

Für meine erste Version der www.grundschule.com habe ich vor Jahren die Lernziele im Fach Mathematik über die 4 Schuljahre mal anschaulich dargestellt. Das Bild ist ein Screenshot von damals. Deswegen die Unschärfen. Gelegentlich frische ich es mal auf.  Was mir auch wichtig war: Die farbige Markierung und die Verwendung von Klettersteinen als Symbole für den Fortschritt im Lernprozess. 

 

Mit dieser Dezimal-Tabelle lernen wir alle Zahlen lesen und schreiben. Aber das ist erst etwas für Kids der 4 Klasse.

 

In den letzten Wochen habe ich den Mathekurs für die 4. Klasse überarbeitet und in drei verschiedenen Formaten gestaltet.  Ich habe mich schließlich für das Format DIN A 4 hoch entschieden. Es passt zwar nicht so perfekt auf den Monitor, hat aber bei der Bearbeitung der einzelnen Seiten und auch als Kursheft seine Vorteile.

Dazu lässt es sich später auch ganz einfach zum E-Book umsetzen. Hier auf der WebSite werdet ihr wie bisher die kostenlose Kurzversion des Kurses finden. Für Eltern und Kinder, die einen intensiveren Kurs suchen, bereite ich einen Intensivkurs vor.

Wolfgang Heller, März 2026

 

 

 

Hallo Kids, hallo ...
Erfolgreiches Lernen verlangt systematisches, übersichtliches und verständliches Herangehen. Deshalb bin ich gerade dabei, 4 Kurshefte für die einzelnen Klassenstufen der Grundschule zu entwickeln, mit denen Kinder alle Lernziele der jeweiligen Stufe erreichen können. Lehrinnen, Lehrer und Lern-Assistent/inn/en sollen damit konsequent und Schritt für Schritt unterrichten können. Eltern, Großeltern und Geschwister sollen mithelfen können. Die klare Konzeption der Kurshefte soll für den Förderunterricht hilfreich sein und Migranten helfen, die Lernziele der Grundschule zu erreichen. Große, aber durchaus erreichbare Ziele. Wolfgang Heller, März 2026

 

Willkommen in der Mathe-Grundschule

Unser Lernziel: Fit in Mathe, fit für den Übrgang zur weiterführenden Schule. 

 

  1. Sicheres Bewegen im Zahlenraum
  2. Perfekt addieren
  3. Perfekt subtrahieren
  4. Perfekt multiplizieren
  5. Perfekt dividieren

 

Was heißt hier 'perfekt'?

Anders als beim Schreiben kann ich hier von 'perfekt' reden. Die Grundrechenarten sind in ihren Teil-Lernzielen klar definiert und begrenzt. Deshalb ist es problemlos möglich, die einzelnen Grundrechenarten perfekt zu lernen!
In meinem früheren schulischen Leben habe ich in den 4. Klassen darauf gedrungen und auch keine Ruhe gegeben, bis alle Kinder einer Klasse grundrechnen konnten. Natürlich gab es weiterhin Unterschiede in Schnelligkeit und Genauigkeit. Es verblieb aber kein Schüler, der Standardaufgaben der Grundrechnung nicht rechnen konnte.

 

 

Mathe kann ein tolles Fach sein

1. Mathe ist nicht schwer

Bevor wir anfangen, möchte ich mit zwei Vorurteilen aufräumen.

 

  1. Anders als vielfach behauptet, ist Mathe in der Grundschule nicht schwer.
  2. Und Mathe ist auch ein Fach, in dem Mädchen erfolgreich mitabeiten können. Absolut gleichberechtigt und gleichwertig. Anderes zu behaupten ist Blödsinn! 

 

Die Mathe-Lernziele der Grundschule können bzw. könnten,  ein strukturierter und konsequenter Unterricht vorausgesetzt, so gut wie alle Kinder erreichen. Mehr dazu später.

 

2. Erfolg verlangt eine gute Ausrüstung

Unser Matheheft Nr. 28 

In meinen Augen und in meinem Unterricht haben sich Mathehefte mit der Nummer 28 in der 3. und 4. Klasse bestens bewährt. Es spielt dabei keine Rolle, von welchem Hersteller das Heft kommt. Die Kästchen sind 5 mm groß und eignen sich damit auch gut fürs geometrische Zeichen. Ganz wichtig ist der praktische Rand. Wir rechnen zwischen den Randlinienen. Die Ränder bleiben frei. Sie werden auf Wunsch fürs Datum oder Anmerkungen genutzt.

 

Durchgehende Kästchen und orientierende Randlinien machen das Heft übersichtlich. Wir rechnen und zeichnen innerhalb der beiden dicker gedruckten Linien. Die Ränder verwenden wir z.B. fürs Datum, für Aufgaben-Nummern, kleine Anmerkungen, Korrekturen usw.  

Die Heftführung:

Wir beginnen die Seiten oben in der Ecke und lassen nach oben und links 1-2 Kästchen Abstand. Zwischen den Aufgaben lassen wir ebenfalls 2 Kästchen Abstand. Wir nutzen die Seite komplett aus. Wir schreiben übersichtlich und verschwenden keinen Platz! Das sind wir unserer Umwelt schuldig.

 

Unser Werkzeug

(Das Bild dazu folgt noch)

Für Mathe brauchen wir ein Matheheft, zwei immer spitze Bleistifte, einen Spitzer, 1 Radiergummi, ein langes 30cm-Lineal, ein Geodreieck, Füller oder Liner und Tintenlöscher und Buntstifte in den Grundfarben rot, blau, gelb, grün und braun. Für Geometrie brauchen wir zusätzlich noch einen feststellbaren Zirkel.

 

 

 

3. Wir müssen lernen, uns im Zahlenraum sicher zu bewegen

 

Ihr könnt euch die nachfolgenden Seitenbilder mit den Zahlenstrahlen herunterladen, abspeichern, ausdrucken, ausschneiden und zum Lernen zusammenkleben.

 

zahlenstrahl-20.jpg
JPG-Datei [232.3 KB]
zahlenstrahl-100.jpg
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zahlenstrahl-1000.jpg
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zahlenstrahl-10000.jpg
JPG-Datei [221.2 KB]
zahlenstrahl-100000.jpg
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zahlenstrahl-1000000.jpg
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Zahlenstrahl und Dyskalkulie

 

Was haben Zahlenstrahl und Diskalkulie miteinander zu tun ? Mehr, als sich die meisten vorstellen können. Ich könnte auch sagen: Fast alles !  Wenn Kinder sich im Rechnen nicht zurechtfinden, ist man schnell bei der Hand und stuft sie als Kinder mit Dyskalkulie ein. Diese 'schnelle Diagnose' entwickelt sich bald zur Grundlage für eine Lawine aus Frust, Maßnahmen und Therapien. 

 

  • Schauen wir aber genauer hin, stellen wir fest, dass viele der betroffenen Kinder in ihrer Vorschulzeit und Schulzeit kein Gefühl für Zahlen entwickelt haben oder entwickeln konnten.
  • In nicht wenigen Fällen führt unzulänglicher Unterricht oder Unterricht mit Lern-Brüchen (Vertretung, Lehrerwechsel, ...) zur vermeintlichen Dyskalkulie.  Aber wer gibt das schon zu ? Bevor ein Defizit eingestanden wird, ist es doch leichter, ein Kind 'krank' zu schreiben.
  • Fakt ist: Die meisten Kinder mit Dyskalkulie sind nicht krank,  sondern Kinder, die noch keine Zeit oder Gelegenheit hatten, ihre Zahlvorstellung zu entwickeln. Sie brauchen keine Therapien, sie brauchen nur ein Zahlverständnis. Und das lässt ich am besten am Zahlenstrahl vermitteln. Das sagen auch echte Experten. Die 'Experten' der Lern- und Therapie-Industrie hören das nur ungern.
  • Für die begleitende Entwicklung des Zahlenverständnisse während der Grundschulzeit habe ich hier für alle Alterstufen und Zahlen-Bereiche der Grundschule jeweils einen angepassten Zahlenstrahl entwickelt.
  • Den für eure Klasse passenden Zahlenstrahl könnt ihr hier oben und auf den Klassen-Seiten downloaden. Klickt auf das jeweilige Download-Symbol, druckt das Bild im Format A4 aus,  schneidet die Streifen aus, klebt sie aneinander und heftet den Zahlenstrahl gut sichtbar über euren Schreibtisch.
  • Zur Übung zeigt ihr auf einen Punkt des Zahlenstrahls, sagt den Namen der Zahl, sagt auch die Zahl, den Zehner oder Hunderter darunter oder darüber. So entwickelt ihr eine möglichst perfekte Vorstellung von dem Zahlenraum, in dem ihr euch gerade bewegt. 
  • Wenn ihr zu zweit oder zu dritt seid, könnt ihr ein Spiel daraus machen und den Zahlenraum spielend erschließen.  
  • In jeder der 4 Grundschulstufen starten wir mit dem Zahlenstrahl!

 

4. Fitness im Kopfrechnen

In meinem langen Lehrerleben habe ich viele Klassen gesehen. Klassen mit Mathe-Problemen haben in allen Fällen eines gemeinsam: In Klassen mit Mathe-Problemen wird nicht oder nicht ausreichend 'kopf-gerechnet'. 

 

Es gibt viele Gründe, dass in Klassen nicht 'kopfgerechnet' wird. Da scheint zu wenig Zeit verfügbar zu sein, da passt es gerade nicht, weil ein Projekt wichtiger scheint, da hat auch der Lehrer mal keine Affinität zum Kopfrechnen usw. 

 

Fest steht aber: Wo Kopfrechnen nicht gepflegt wird, entwickelt sich selten auch die gewünschte mathematische Flexibilität. Das hat ein paar gute Gründe:

 

  • Kopfrechnen ist wie Aufwärmen im Sport. Ich bereite meinen Kopf vor, ich stelle meinen Kopf auf Mathematik ein.
  • Wenn ich jede Mathestunde mit 10 Minuten Kopfrechnen beginne, habe ich die Möglichkeit, in den 10 Minuten 10 x 20 Aufgaben kopfzurechnen, also 200 Aufgaben. Wie anders erreiche ich sonst so viel Übungs-Intensität?
  • Weil im Kopfrechnen alle Kids beteiligt sind, haben alle Kids die Möglichkeit, 200 Aufgaben mitzurechnen. Eine höhere Übungsintensität ist nirgends möglich. Schon gar nicht mit anonymen Übungsblättern. 
  • Kopfrechnen ist perfekt geeignet zur Differenzierung. Indem ich leichte, schwierigere und schwere Aufgaben mixe, erreiche ich alle Schüler. Keinem wird es langweilig. Alle profitieren. 
  • In einer kurzen Kopfrechen-Einheit kann ich frühere Lernziele/Kompetenzen pflegen, festigen, sichern und aktuelle und neue Lernziele / Kompetenzen entwickeln, aufbauen und gründen.
  • Kopfrechnen ist im Gegensatz zur Anonymität von Arbeitsblättern ein sehr persönlicher Unterricht. Wer auf Kopfrechnen verzichtet, verzichtet auch auf ungezählte positive Kontakte.
  • Wo auf Kopfrechnen verzichtet wird, vergibt man eine der größten Chancen, Kinder spielend zu entwickeln und zu fördern.
  • Dort, wo intensiv Kopfrechnen geübt wird , kristallisieren sich bald regelrechte Kopfrechen-Koryphäen heraus.
  • Bevor einzelne Koryphäen den Unterricht bestimmen, bremst man sie ein und läss sie nach genauen Vorgaben die Aufgaben stellen.

Klappt perfekt! Tausendmal geübt, tausendmal erlebt !

 

5. Lernziele früh anstreben,  nicht 'noch schnell vor Schuljahresende durchnehmen'

Ich erlebe immer wieder, dass wichtige Aspekte der Grundschul-Mathematik in den letzten Wochen der Schuljahre, insbesondere des 4. Schuljahres noch  'schnell durchgenommen' werden, damit sie zumindest behandelt sind und im Klassenbuch eingetragen werden können. 

 

Dieses späte Überfliegen wichtiger Lernziele sehe ich als eine der Ursachen der späteren Schwierigkeiten in Mathematik in den weiterführenden Schulen. Der 'Stoff' ist zwar durchgenommen und ordnungsgemäß im Klassenbuch vermerkt, der 'Stoff' ist aber nicht wirklich verfügbar, weil die Zeit nicht mehr reichte, Automatismen und Routinen zur sicheren Beherrschung zu entwickeln.

 

Das Problem ist mir schon als jungem Lehrer in der Schule aufgefallen und aufgestoßen. Deshalb mich nur begrenzt an die Reihenfolge der Lernziele in den Schulbüchern gehalten. Auch nicht an die vielfach erstellten Jahrespläne der Fachkonferenzen.

 

So schnell es ging, lernte ich mit meinen Schülern im 4. Schuljahr die 4 Grundrechenarten. Der Zeitraum dafür war das 1. Trimester vom Schuljahresanfang bis Weihnachten. Nach Weihnachten haben wir dann die 4 Grundrechenarten noch einmal kurz aufgefrischt, um dann mit diesen Kompetenzen ganz viele Sachaufgaben zu rechnen und so die Grundrechenarten zu perfektionieren. 

 

Das Interessante daran: Auch spätere Hauptschüler werden auf diese Weise gute bis perfekte Grundrechner, weil jede richtig gerechnete Aufgabe zugleich Erfolgserlebnis und Motivation ist. Ich konnte Hauptschüler unterrichten, die so manchen Abiturienten im Alltagsrechnen die Absätze zeig/t/en.

 

Durch die früh erreichten Kompetenzen in den wichtigsten Lernzelen des Schuljahres ergab sich zudem ein sehr freier und entspannter Unterricht. Die Schüler aller Leistungsklassen erfuhren täglich ihr positives Feedback, weil sie das, was wir durchnahmen, dank der soliden und verfügbaren Grundlagen verstanden und anwenden konnten.

 

Et ceterum censeo: Jeder Hauptschüler hat das Potential zum guten Grundrechner !!!

Das konnte ich immer wieder erleben und praktizieren!

 

Zum Abschluss dieser Seite meine steile Behauptung:
In einem strukturierten und gut durchgeführten Mathematik-Unterricht bleibt Dyskalkulie das, was es ist: Ein Fremdwort !!!